Laktoseintoleranz

Gläser mit Milch
Bei Laktoseintoleranz verträgt man keine Milch - Symbolbild: © Sergey Novikov

Was ist Laktoseintoleranz?

Bei einer Laktoseintoleranz verträgt man keine Milch bzw. Milchprodukte. Erfahren Sie hier wie man dennoch damit leben kann.

Wie kann man mit Laktoseintoleranz leben?

Laktose (Milchzucker) ist ein Zweifachzucker in der Milch, welcher sich daher auch in Milchprodukten befindet. Im Falle einer Laktoseintoleranz kann der Dünndarm die Laktose nicht verdauen, es kommt also zu einer Unverträglichkeit dieses Stoffes. In Deutschland sind etwa 12 Millionen Menschen davon betroffen. Da die Symptome jedoch sehr unspezifisch und vielseitig sind, wissen viele Menschen gar nicht, dass sie zu den Betroffenen zählen. Laktoseintoleranz ist keine Allergie und keine Krankheit. Doch welche Symptome treten auf und wie kann man diesen entgegenwirken?

Laktoseintoleranz - was ist das?

Laktoseintoleranz ist eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit - nicht zu verwechseln mit der Milchallergie! Wenn das körpereigene Enzym Lactase nicht oder nur noch teilweise vorhanden ist, spricht man von Laktoseintoleranz. Lactase ist für die Spaltung von Laktose in die beiden Einfachzucker Glukose und Galaktose - welche vom Körper verwertet werden - zuständig. Laktose (Milchzucker) ist ein natürlicher Bestandteil der Milch. In der Milch beträgt der Laktoseanteil durchschnittlich zwischen 2 und 7 Prozent. Allerdings kommt Laktose nicht nur in der Milch selbst, sondern auch in allen Milchprodukten wie z.B. Jogurt, Käse, Quark etc. vor.

Welche Symptome treten auf?

Im Falle einer möglichen Laktoseintoleranz können die Symptome unterschiedlich sein und hängen im Wesentlichen von der Stärke der Unverträglichkeit ab. Bei vielen Betroffenen treten schon nach der Aufnahme von geringen Mengen Laktose Symptome wie Durchfall, Bauchkrämpfe oder Völlegefühl auf. Diese Beschwerden setzen meist wenige Minuten nach Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln ein. Desweiteren können Blähungen, Verstopfung oder Übelkeit auftreten. Andere Betroffene leiden unter Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Unruhe und Müdigkeit. Die körperlichen Reaktionen sind allerdings von Mensch zu Mensch verschieden und nicht jeder Betroffene weist alle Symptome auf.

Was kann man dagegen tun?

Die Symptome einer Laktoseintoleranz können durch eine Ernährungsumstellung bzw. das Ausweichen auf laktosefreie Produkte gelindert werden. Auch eine Einnahme von Enzympräparaten direkt vor dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln ist möglich. Diese Präparate erhöhen das Wohlbefinden ohne die Ernährung zu sehr umstellen zu müssen. Allerdings erreicht man damit nur eine Linderung und kein Verschwinden der Symptome. In der Regel sollte man eine laktosefreie Ernährung den Präparaten vorziehen. Tatsächlich ist jedoch eine laktosefreie Diät nicht immer vonnöten. Milchprodukte enthalten lebenswichtige Vitamine und Mineralien. Ernährt man sich komplett laktosefrei, besteht die Gefahr eines Kalziummangels. Daher empfiehlt es sich, eine Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen.

Nur in wenigen Fällen ist ein völliger Verzicht von laktosehaltigen Produkten notwendig. Bei einer laktosefreien Diät empfiehlt es sich daher, nicht komplett auf Milchprodukte zu verzichten, sondern stattdessen Alternativprodukte zu verwenden. Der Handel bietet heutzutage laktosefreie Milchprodukte an. Diese enthalten nur geringe Mengen Laktose und werden von den meisten Menschen gut vertragen. Lebensmittel ohne Laktose sind z.B. Fleisch, Fisch, Eier, Honig, Zucker, frisches Obst und Gemüse. Besondere Vorsicht empfiehlt sich bei Fertiggerichten, da diese sehr wohl Laktose enthalten können.

Fragen Sie auch Ihren Hausarzt! Er kann Ihnen helfen die Ernährung umzustellen. Oft muss man aber einfach viel selbst probieren. Wie gesagt muss man nicht immer komplett auf Laktose verzichten. Viele vertragen geringe Mengen davon. Nur ist diese Menge von Patient zu Patient verschieden.

Diese laktosefreien Milchprodukte werden in Supermärkten angeboten
  • Milch
  • Joghurt
  • Käse
  • Schlagsahne
  • Schmand
  • Nuss-Nougat-Creme
  • Butter
  • Schokolade
  • Kaffeeweißer
  • Kaffeesahne
  • Sauce hollandaise
  • Rahmspinat
  • Eis
  • Pudding
  • Dressing
  • Tiefkühl-Kuchen

Text: S. T. / Alle Angaben ohne Gewähr! Stand: 31.05.2019

[Bitte beachten Sie: Unsere Artikel können nicht den Rat eines Arztes ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!]

Weitere Ernährungstipps:

In unserem Magazin:

Rezepte Übersicht: