Tiefkühlkost - Wie gesund ist sie?

Text: B. B. (Hobbyköchin) / Letzte Aktualisierung: 05.09.2021

Tiefkühlkost: z.B. Pizza
Eine tiefgekühlte Pizza, wenn es mal schnell gehen muss... - Symbolbild: © A_Bruno - stock.adobe. com

Die tiefgefrorene Pizza ist Dauergast in deutschen Kühltruhen und eine sichere Lösung für spontane Heißhungerattacken in Kombination mit akuter Koch-Unlust. Bislang galt die Tiefkühl-Pizza eher als eine Sünde zwischendurch. Doch immer mehr Tiefkühlgerichte aller Art wandern in die Supermarkttruhen - angefangen vom einfachen Gemüsereis bis hin zu Feinschmecker-Menüs. Aber wie gesund sind die gefrorenen Leckereien eigentlich? Und was ist bei der Zubereitung zu beachten?

Tiefkühlprodukte werden immer beliebter

Tiefkühlkost ist in deutschen Landen auf dem Vormarsch: über 3 Millionen Tonnen Tiefkühlware verköstigen die Deutschen pro Jahr. Angesichts solcher Zahlen setzt die Branche natürlich darauf, ihr Segment weiter auszubauen. Auch die Haustür-Lieferanten freuen sich über den Tiefkühl-Boom. Sie verkaufen die frischste Variante der TK-Waren - nämlich ganz ohne Unterbrechung der Kühlkette.

Bekannte Hersteller von Tiefkühlkost

  • Dr. Oetker
  • Iglo
  • Wagner
  • Bördegold
  • Agrarfrost
  • McCain
  • Frosta
  • Appetito

Wie gesund sind Tiefkühlprodukte?

Entgegen vieler Vorurteile ist Tiefkühlkost in punkto Nährstoffen nicht zwingend der Frischware unterlegen. Im Gegenteil: Tiefgefrorenes Gemüse kann sogar wesentlich mehr Vitamine enthalten als frische Produkte aus dem Gemüseregal, die oft lange Lagerzeiten hinter sich und damit Qualitätseinbußen erlitten haben.

Sogar zahlreiche Bioprodukte finden sich mittlerweile in den TK-Truhen der Supermärkte; angefangen von Gemüsespezialitäten über Aufbackbrötchen bis hin zu Fleisch- und Fischgerichten. Gerade für Singles und Senioren, die über keine große Küche verfügen, wenig Zeit zum Kochen haben oder aber gesundheitlich eingeschränkt sind, ist Tiefkühlkost eine gute Alternative zu frischen Waren. Das Gemüse muss nicht mehr mühevoll gewaschen, geputzt und geschnitten werden; Fleisch und Fisch sind bereits filetiert oder sogar gegart und mit einer leckeren Sauce versehen, die Brötchen müssen lediglich aufgebacken werden.

Einige beliebte Tiefkühlprodukte:

  • Salami Pizza
  • Spinat
  • Nudeln mit Bolognese Sauce
  • Kräuter
  • Pommes
  • Brötchen
  • Fischstäbchen
  • Schwarzwälder Kirschtorte

Was ist bei Tiefkühlware zu beachten?

Dennoch sind beim Einkauf und der Zubereitung von Tiefkühlkost einige Punkte zu beachten, um beim gesunden Genießen auf Nummer sicher zu gehen. Niemals dürfen Tiefkühlprodukte angetaut und anschließend wieder eingefroren werden. Bei diesem Prozess entwickeln sich schädliche bis giftige Bakterien.

Um die Kühlkette nicht zu unterbrechen, sollten die Produkte stets in einer Isoliertasche transportiert und zu Hause sofort ins Tiefkühlfach gelegt werden. Beim Auftauen von rohem tiefgekühlten Hähnchenfleisch sollte zudem darauf geachtet werden, dass der entstehende Saft restlos entsorgt und alle verwendeten Küchenutensilien mit sehr heißem Wasser abgespült werden. Die Tauflüssigkeit kann nämlich Salmonellen enthalten, die sich auf den Arbeitsflächen, Schüsseln und dem Besteck schnell in großer Zahl vermehren.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf bereits gegartes Fleisch zurückgreifen - das darf unaufgetaut in die Pfanne oder in den Ofen gegeben werden und ist rasch servierbereit. Die wuchtigen Tüten der Tiefkühlgerichte täuschen allerdings oft. Gerade die komplett fertigen Mahlzeiten wie Nasi Goreng, Gulasch oder Nudeln mit Soße schrumpfen regelrecht beim Zubereiten. Sparfüchse können sie mit frischen Nudeln, etwas Gemüse oder Reis strecken.

TK-Kuchen gelingt am besten, wenn er schonend bei Zimmertemperatur aufgetaut wird und nur noch am Schluss für 20 Minuten in den Ofen kommt. Haltbar sind Tiefkühlgerichte meistens sehr lange. Es ist aber ratsam, ab und zu die Truhe zu durchforsten und abgelaufene Produkte auszusortieren. Denn auch bei -18 Grad können sich noch Keime und Bakterien entwickeln.

Tipps der Redaktion:

Auch wir haben für den Notfall immer einige Tiefkühlgerichte im Haus. Sehr gern essen wir das Hühnerfrikassee von Aldi, Pappardelle Creme Spinaci von Frosta sowie die Baguettes von Dr. Oetker. Auch tiefgekühltes Gemüse und Kräuter verwenden wir gern, da man einfach die benötigte Menge entnehmen und den Rest wieder in den Tiefkühler legen kann.

Wer nun immer noch skeptisch ist was das Thema Tiefkühlkost angeht, der muss dennoch nicht darauf verzichten. Kochen Sie doch einfach das nächste Mal etwas mehr und frieren den Rest ein. So wissen Sie genau was in Ihrem Essen drin ist. Verwenden Sie zum Einfrieren geeignete Plastikdosen und Gefriertüten. Wichtig: Beschriften Sie die Verpackung ordentlich! (Was ist drin? Wieviele Portionen? Wann eingefroren?)

Damit keine Tiefkühlleichen in Ihrem Tiefkühler lagern, empfiehlt es sich eine Liste zu führen mit allen Tiefkühlprodukten, die in Ihrem Tiefkühler lagern. Entnehmen Sie etwas, wird es sofort ausgetragen. Sehr praktisch ist es diese Liste zu digitalisieren. So können Sie beim Essensplan schreiben schauen was noch im Tiefkühler ist ohne nachzuschauen. Auch wissen Sie beim Einkauf, dass noch genügend Pizza vorrätig ist und Sie keine kaufen brauchen.

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