Ist Mozzarella gesund?

Text: M. S. (Online-Redakteurin) / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026

Ist Mozzarella gesund?
Eine beliebte Kombination: Mozzarella, Tomaten und Basilikum - Symbolbild: © denio109 - stock.adobe.com

Unsere Autorin erklärt in diesem Artikel den Unterschied zwischen Mozzarella und Büffelmozzarella, informiert über Kalorien und Nährwerte und gibt Tipps für die Verwendung des beliebten Käses. Und ja, Mozzarella ist gesund! Er enthält Proteine, Kalzium und Vitamine. Doch dazu später mehr.

Büffelmozzarella - Eine italienische Spezialität

Viele Leute verstehen unter Mozzarella weiße, etwa faustgroße Klumpen aus Kuhmilchprotein, die eine gummiartige Struktur haben, nach fast nichts schmecken und in Gaststätten meist in Kombination mit Tomaten und Basilikum als so genanntes italienisches Caprese angeboten werden. Doch wer einmal echten Büffelmozzarella gegessen hat, wird dem "Fior die Latte" aus Kuhmilch nichts mehr abgewinnen können. Denn Büffelmozzarella ist eine Delikatesse von unvergleichlich feinem Aroma.

Von der Milch zum Mozzarella: der Reifeprozess

Die Details der Fertigung werden von den Käsern in Italien gehütet wie ein Schatz, nur der allgemeine Weg von der fettreichen Büffelmilch zum gelblichen Mozzarella ist bekannt. Zunächst wird Büffelmilch mit tierischem Lab vermengt und mit gesäuerter Molke vom Vortag angereichert. Wenn das Eiweiß ausfällt, wird der Käsebruch gerührt, bis man etwa nussgroße Klumpen erhält, die dann vier bis fünf Stunden säuern müssen. Die rohen Käseklumpen werden mit heißem Wasser vermengt und traditionell in Handarbeit mit Hilfe von Holzschüssel und Stock zu Fäden gezogen, bis der Käseteig zu einem gleichmäßigen Strang verarbeitet ist. Der Käsestrang wird abgetropft, dann zwackt man gleichmäßige Stücke ab, die in kaltem Wasser gestrafft und gesalzen werden. Je nach Größe (20-800 Gramm) und Form heißt der Mozzarella unterschiedlich. Trecce sehen zopfartig aus, Perline oder Bocconcini sind kugelförmig.

Herstellung von Büffelmozzarella

Echter Büffelmozzarella stammt aus Italien, genauer gesagt, aus Kampanien. Seit 1996 sind zwei Namen für den kampanischen Büffelmozzarella als Herkunftsbezeichnung geschützt: "Mozzarella di bufala campana" oder "Mozzarella di bufala", jeweils mit dem D.O.P-Siegel ausgezeichnet ("Denominazione di origine protetta"). Auch in der Schweiz ist man auf den Geschmack gekommen: Im schweizerischen Jura gibt es mittlerweile ebenfalls italienische Wasserbüffel, aus deren Milch Mozzarella gefertigt wird. Und seit 2006 kann man sogar deutschen Büffelmilchkäse nach Mozzarella-Art erwerben. Der Albzarella wird in der Hohensteiner Hofkäserei bei Ödenwaldstetten auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb hergestellt und besteht aus 50% Büffelmilch und 50% Kuhmilch..

Wieviel Kalorien Mozzarella hat hängt von der Sorte ab

So haben 100 g Mozzarella aus Kuhmilch 280 kcal. Varianten aus Kuh- und Büffelmilch haben nur ca. 238 kcal und Light Varianten bringen es gerade mal auf 178 kcal. 100 g Büffelmozzarella haben 268 kcal.

Welche Nährwerte Mozzarella hat:

Eine kleine Übersicht der Nährwerte von Mozzarella aus Kuhmilch (100 g):

  • 17 g Fett, davon 11 g gesättigte Fettsäuren
  • 54 mg Cholesterin
  • 16 mg Natrium
  • 95 mg Kalium
  • 3,1 g Kohlenhydrate
  • 28 g Protein
  • sowie Eisen, Vitamin B6, Magnesium, Kalzium, Vitamin B12 und D.

Verwendung von Mozzarella

Vor allem im Sommer essen viele gerne Tomaten mit Mozzarella und Basilikum. Als Spieße, Salat oder gar Auflauf ist dies eine beliebte Kombination. Des Weiteren wird Mozzarella gern für Pizza, Hähnchen oder Sandwiches verwendet.

FAQ zum Thema Mozzarella

  • Wie schmeckt Büffelmozzarella?
    Echter Büffelmozzarella schmeckt kräftig nach Milch, etwas säuerlich und leicht salzig.
  • Was ist der Unterschied zwischen Mozzarella und Büffelmozzarella?
    Büffelmozzarella ist cremiger und intensiver im Geschmack als Mozzarella aus Kuhmilch.
  • Kann man Mozzarella einfrieren?
    Ja, man kann Mozzarella einfrieren. Entweder in der Originalverpackung mit Lake oder in einem Gefrierbehälter ohne Lake. So kann man Mozzarella 6 Monate lagern. Zum Auftauen wird der Käse über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Eingefrorener Mozzarella eignet sich zum Überbacken, da der Käse an Konsistenz verliert und nicht mehr so schön aussieht.
  • Mozzarella abgelaufen - Was tun?
    Ist der Mozzarella abgelaufen, sollte man sich die Verpackung genau anschauen. Ist diese bereits aufgebläht, sollte der Käse entsorgt werden. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum ca. 3-5 Tage überschritten, kann man die Packung öffnen und sich den Mozzarella anschauen. Riecht er normal, sieht gut aus und schmeckt gut, kann man ihn noch verzehren. Ist der Käse schmierig, schmeckt bitter oder hat gar schon Schimmel angesetzt, sollte er entsorgt werden.
  • Wie kann man Mozzarella reiben?
    In einigen Rezepten steht "Mozzarella reiben". Doch wie lässt sich so ein weicher Käse reiben? Nehmen Sie den Mozzarella aus er Packung, tupfen ihn mit Küchenpapier trocken, legen ihn in einen Gefrierbehälter und stellen diesen für ca. 2 Stunden in den Tiefkühler. Dann ist der Käse so fest, dass man ihn mit der Küchenreibe raspeln kann.

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Lebensmittelkunde:

Typische Fehler

Fehler Nummer eins: Billiges Industrie-Mozzarella kaufen und erwarten, dass es schmeckt wie echtes. Das ist wie Auto-fahren erwarten von einem Fahrrad. Echte Mozzarella ist ein Meisterwerk - Industrie-Mozzarella ist Rohstoff. Fehler zwei: Direkt aus dem Kühlschrank essen. Mozzarella ist keine Eiscreme. Zimmertemperatur ist nicht optional, sondern essentiell. Fehler drei: Mit billigem Öl kombinieren. Das ist Geldverschwendung - wenn man guten Käse kauft, dann auch gutes Öl. Fehler vier: Zu lange lagern. Mozzarella ist schnell verderblich, gerade echte Variante. Nicht tagelang im Kühlschrank vergessen. Fehler fünf: Mit dem Caprese-Klassiker experimentieren. Tomato, Mozzarella, Basil, Öl, Salz - fertig. Nicht mit Pesto, Balsamico oder anderen Saucen verbessern wollen. Die Einfachheit ist das Schöne. Fehler sechs: Zu viel Schneiden und Manipulieren. Mozzarella ist zart, grobe Behandlung zerstört die Struktur. Mit Geduld und Respekt behandelt, wird daraus eine echte Freude.

Mozzarella richtig servieren

Mozzarella trinkt Kälte - viele essen ihn direkt aus dem Kühlschrank und wundern sich, dass er schmeckt wie Gummi. Das ist falsch. Guter Mozzarella braucht Zimmertemperatur, um sein Potential zu zeigen. Mindestens dreißig Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Dann wird er cremig, weich, und sein Aroma entfaltet sich. Das ist kein Luxus, das ist der Unterschied zwischen gut und mittelmäßig. Die Behandlung ist auch wichtig: Mozzarella nicht schneiden und sofort essen, sondern sanft trennen, wenn möglich. Mit gutem Olivenöl serviert - echtes natives Extra-Olivenöl, nicht Industrie-Zeug. Ein paar Blätter frisches Basilikum, eine Prise hochwertiges Salz, vielleicht ein wenig Oregano. Meer-Salz ist besser als Haushalt-Salz, die Struktur ist feiner. Der Teller sollte weiß sein oder hell - so wird die Reinheit des Mozzarella deutlich. Und noch ein Tipp: Mozzarella in Öl lagern, nicht in Salzlake, wenn man es längere Zeit aufbewahren muss - dann bleibt es cremiger.

Büffelmozzarella vs. Kuhmilch

Die Unterschiede zwischen Büffelmozzarella und gewöhnlichem Kuh-Mozzarella sind erheblich. Büffelmozzarella ist echter Mozzarella di Bufala - mit DOP-Zertifizierung aus Italien, hergestellt aus Wasserbüffel-Milch. Die ist cremiger, intensiver im Geschmack und hat ein seidigeres Mundgefühl. Kuh-Mozzarella ist feiner strukturiert, cremiger im klassischen Sinn, aber milder im Aroma. Büffelmozzarella schmeckt nach Milch und etwas Salzigkeit, nicht fade. Die DOP-Zertifizierung ist wichtig - sie garantiert echte Herkunft und echtes Handwerk, nicht bloß irgendein Industrie-Imitat. Preislich: Büffelmozzarella kostet das drei- bis fünffache von Kuh-Mozzarella, aber der Unterschied ist tatsächlich wert. Der Grund: Wasserbüffel-Milch ist nährstoffreicher, die Herstellung ist aufwendiger und traditioneller. Die Haltbarkeit ist kürzer, echte Büffelmozzarella hält nur wenige Tage. Auf dem Teller: Büffelmozzarella gehört als einfache Zutat hin - Caprese mit nur Tomate, gutem Öl und Salz. Kuh-Mozzarella ist flexibler in der Verwendung, auch in gekochten Gerichten. Wer einen echten Moment haben möchte, greift zu Büffelmozzarella.