Sparen beim Einkaufen

Text: B. B. (Online-Redakteurin) / Letzte Aktualisierung: 10.04.2026

Sparen beim Einkaufen mit dem Einkaufszettel
Sparen beim Einkaufen: Ein Einkaufszettel hilft! - Symbolbild: © gpointstudio - stock.adobe.com

Günstige Lebensmittel kaufen

Sparen ist nicht nur ein Trend - für viele Menschen ist es inzwischen ein absolutes Muss, den Cent zwei Mal umzudrehen. Leider steigen auch die Preise der Lebensmittel unaufhörlich in die Höhe. Selbst die Grundnahrungsmittel sind keine Schnäppchen mehr. Trotzdem ist es mit einer umsichtigen Planung möglich, die Kosten für das tägliche Essen zu senken und dennoch leckere, gesunde Gerichte auf den Tisch zu stellen. Das A und O ist der kluge, bedachte Einkauf - und eines sollte man dabei auf keinen Fall tun: mit leerem Magen in den Supermarkt gehen.

Einkaufstipp Nr. 1: Erst essen - dann einkaufen

Wer Hunger hat, ist verführbar. Deshalb warnen Ernährungsberater eindringlich davor, mit knurrendem Bauch einen Einkauf zu starten. Denn dann wird meistens weitaus mehr aufs Band gelegt als nötig gewesen wäre. Darunter leidet nicht nur die Kalorienbilanz, sondern auch der Geldbeutel.

Vernünftiger kauft es sich satt - und gewappnet mit einem durchdachten Einkaufszettel, der Posten für Posten abgehakt wird. Vorneweg lohnt es sich überdies, die aktuellen Werbeprospekte der Supermärkte in der näheren Umgebung zu studieren. Allerdings sollte auch hier mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch entschieden werden. Schließlich wird nicht alles zu Hause gebraucht, was gerade im Angebot ist. Tipp: Die meisten Supermärkte haben mittlerweile eine kostenlose App, in der man sich zuhause bequem die angebote anschauen und auf einer Merkliste notieren kann. So hat man die infrage kommenden Angebote sofort auf einen Blick zur Hand.

Im Supermarkt selbst ist es fast immer die Obst- und Gemüse-Theke, die uns auf den ersten Schritten magisch anzieht. Doch Vorsicht: Diese Ware ist rasch verderblich und verkommt zu oft unbenutzt im Kühlschrank, bis sie schließlich im Mülleimer landet. Nehmen Sie also nur das Obst und Gemüse was auch wirklich zum Zubereiten der Mahlzeiten oder für Zwischendurch benötigt wird. Wer seiner Gesundheit und der Ökobilanz zusätzlich Gutes tun möchte, sollte sein Augenmerk auf saisonale Produkte aus der Region richten und exotische, überteuerte Ware aus fernen Ländern meiden. Sehr günstig wird das Obst und Gemüse oft 1-2 Stunden vor Ladenschluss angeboten.

Einkaufstipp Nr. 2: Speisekammer mit Grundnahrungsmitteln auffüllen

Sparfüchse, die bisher ohne Struktur eingekauft und zu Hause keine konkreten Essenspläne aufgestellt haben, sollten den ersten Großeinkauf außerdem dazu nutzen, eine solide Basis an Grundnahrungsmitteln zu sichern. Immer vorrätig sein sollten Nudeln, Reis, Kartoffeln, Zwiebeln, Mehl, Zucker, Margarine, Gewürze, Tomatenmark, Tomaten in Dosen, Salz, Pfeffer, Essig und Speiseöl. Auf dieser Basis lässt sich auch in der Not ein schmackhaftes Gericht zubereiten - zum Beispiel Pasta mit Tomatensoße oder Bratkartoffeln. Auch Fisch-Konserven dürfen in den Einkaufswagen; Thunfisch beispielsweise kann wunderbar in die Tomatensoße gemischt werden, eingelegter Hering hingegen ergänzt eine abendliche Butterstulle und eine Portion Bratkartoffeln mit Salat ist ebenfalls sehr schmackhaft. Lesen Sie auch: Essensplan erstellen für die Familie

Einkaufstipp Nr. 3: Auf Convenience Food verzichten

Tapfer müssen die Kunden an den Tiefkühlregalen sein. Zwar ist es verlockend, Fertiggerichte mitzunehmen und zu Hause binnen Minuten in der Mikrowelle oder im Ofen zu garen - doch das Preis-Leistungsverhältnis ist oft miserabel. Gerade die fertigen Mahlzeiten wie Reis-Fleisch-Kombinationen oder Nudelgerichte entpuppen sich fast immer als magere Portionen, in denen die wirklich wertvollen Zutaten Mangelware sind und das Hauptgewicht durch die fette Soße kommt. Greifen Sie lieber zu tiefgekühltem Gemüse wie Spinat, Erbsen, Wirsing oder Möhren. Dieses kann man als Beilage servieren oder leckere Mahlzeiten daraus kochen.

Einkaufstipp Nr. 4: Manchmal macht's die Menge

Gespart werden kann auch bei den Milchprodukten: Ein großer 500-Gramm-Becher Naturjoghurt ist die passende Grundlage für leckere, selbst zubereitete Desserts - zum Beispiel in Kombination mit klein geschnittenem Obst oder Marmelade - und wesentlich günstiger als der Kauf von mehreren fertigen Fruchtjoghurts. Schauen Sie beim Einkaufen am besten immer auf die Mengenangaben und den Kilopreis. So lassen sich Preise gut vergleichen. Denn nicht immer ist eine Großpackung auch wirklich günstiger.

Einkaufstipp Nr. 5: Rabattcoupons & Co.

Viele Handelsketten bieten ihren Kunden auch Kundenkarten an, mit denen man Punkte sammeln kann. (z.B. Payback, Deutschland Card) Oft kann man seinen Einkauf in teilnehmenden Geschäften mit diesen Punkten "bezahlen". Sind Sie also öfter in Geschäften, die sich an diesem Programm beteiligen, lohnt sich das Sammeln. In anderen Handelsketten können die Kunden je nach Einkaufswert in einem bestimmten Zeitraum "Klebchen sammeln", die in ein Heft geklebt werden müssen, um bei einer bestimmten Anzahl die angebotenen Artikel (günstiger) zu bekommen. Manche Handelsketten bieten auch Rabattcoupons an. Mit diesen kann man in einem bestimmten Zeitraum ordentlich Sparen beim Einkaufen.

Einkaufstipp Nr. 6: Günstige Lebensmittel kaufen im Umland

Auf dem Dorf läuft vieles anders als in der Stadt. So haben Stadtmenschen zwar die Qual der Wahl bei der Auswahl des Supermarkts, müssen aber die dort aufgerufenen Preise bezahlen. Auf den Dörfern stellen viele Bauern oder Gartenbesitzer zu viel angebautes Obst und Gemüse an den Straßenrand und verkaufen es für wenig Geld. Wer also vor allem in den Sommermonaten mal einen Ausflug ins Umland macht, kann günstige Lebensmittel kaufen.

Einkaufstipp Nr. 7: Sparen beim Einkaufen - Essen retten

Immer beliebter wird auch das Essen retten. So gibt es bereits einige Anbieter wie Togoodtogo, die als Vermittler zwischen Restaurants und Geschäften, die überschüssige Lebensmittel haben und den Kunden auftreten. In einigen Supermärkten (z.B. Lidl) gibt es auch Tüten mit Obst und Gemüse, die nicht mehr so schön aussehen. Hier bekommt man oft für einige Euro mehrere Kilo Obst und Gemüse. Der Haken an diesen Angeboten ist aber, dass man vorab nie genau weiß was man bekommt. Oft steht man mit einigen Lebensmitteln da, die man nicht kennt oder nicht mag.

Einkaufstipp Nr. 8: Sammeln gehen

Am günstigsten sind selbst gesammelte Lebensmittel. So können Sie im Herbst im Wald Pilze sammeln und haben eine günstige Mahlzeit. Erkundigen Sie sich auch, ob es in Ihrer Nähe evtl. Streuobstwiesen gibt auf denen man das Obst selbst pflücken darf. Das ist meist kostenlos. Halten Sie auch die Augen bei Fahrten übers Land offen. Hier stehen manchmal Obstbäume direkt am Straßenrand! In den Herbstmonaten, wenn die Felder abgeerntet werden, kann man die Bauern auch fragen, ob es möglich ist die Felder nachzustoppeln. (Also liegen gebliebene Früchte mitnehmen.)

Discounter vs. Supermarkt - wo lohnt sich was?

Oft herrscht die Meinung vor, dass Discounter immer günstiger sind. Das stimmt aber nicht pauschal. Während Eigenmarken bei Discountern wie Aldi und Lidl tatsächlich günstiger sind, müssen Sie dort aber auch auf auswahl verzichten. Im klassischen Supermarkt finden Sie mehr Abwechslung - und nicht selten lohnt sich ein Preisvergleich. Besonders bei den wöchentlich wechselnden Aktionen im Supermarkt können Sie oft Schnäppchen machen. Für einen kompletten Einkauf ist es deshalb sinnvoll, nicht nur einen Laden zu besuchen, sondern gezielt zwischen Discounter und Supermarkt zu wechseln.

Saisonal und regional einkaufen - Frische und Spareffekt zusammen

Erdbeeren im Winter kosten ein Vermögen und schmecken auch noch fad. Wer dagegen saisonal und regional einkauft, spart nicht nur merklich, sondern bekommt auch viel bessere Ware: Spargel im Frühling, Erdbeeren im Juni, Äpfel im Herbst. Die Transportwege sind kurz, die Ware ist frischer und haltbarer, und der Preis ist um ein Vielfaches günstiger als bei Importware. Ein Saisonkalender hilft dabei - hängen Sie ihn einfach in der Küche auf und planen Sie Ihre Mahlzeiten danach.

Apps für Kassenbon-Cashback nutzen

Ein neuer Trend für Schnäppchenjäger sind Cashback-Apps wie Marktguru, Shopwise oder ähnliche. Sie fotografieren einfach Ihren Kassenbon mit der App ab - besonders für Angebote, die Sie ohnehin kaufen wollten. Dafür erhalten Sie kleine Gutschriften auf ein virtuelles Konto, die Sie später auszahlen oder gegen Einkaufsgutscheine tauschen können. Es braucht zwar etwas Zeit, aber kleine Summen von 1-2 Euro pro Einkauf sammeln sich schnell an.

Günstige Lebensmittel kaufen kann man also nicht nur im Supermarkt. Probieren Sie doch einfach mal einige unserer Tipps aus und Sie werden sehen wie einfach das Sparen beim Einkaufen ist!

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