Weihnachtsgebäck - einfach und schnell selber backen
Hm, wie das duftet! Ein Hauch von Lebkuchengewürz liegt in der Luft und im Ofen bekommen die Plätzchen langsam ihre goldgelbe Farbe. Welches Weihnachtsgebäck in der eigenen Küche entsteht, ist natürlich von den jeweiligen geschmacklichen Vorlieben abhängig. Die typischen Mürbeteigplätzchen dürfen natürlich auf keinen Fall fehlen. Oder probieren Sie doch einmal Spekulatius, Ingwerschnitten oder aromatische Nussmakronen!
Unsere Rezepte für Weihnachtsgebäck




Die große Kunst des Stollen backens
Besonders in dörflichen Regionen buken die Hausfrauen früher in der Vorweihnachtszeit Stollen. Auf großen Blechen wurden diese zum Bäcker gebracht und dort in den heißen Ofen geschoben. Auch wenn es heutzutage in jedem Supermarkt den aus schwerem Hefeteig, Rosinen, Zitronat und Orangeat bestehenden brotähnlichen Kuchen gibt, so wagt sich trotzdem die eine oder andere Hobbyköchin an diese Herausforderung. Dabei ist es wichtig, rechtzeitig vor dem Fest zu beginnen, denn der klassische Hefestollen sollte ca. 4 Wochen gut eingewickelt in einem kühlen Raum lagern. Quarkstollen dagegen können sofort nach dem Auskühlen angeschnitten werden.
Backtipps für Weihnachtsgebäck
- Rollen Sie den Teig gleichmäßig aus, damit die Plätzchen gleich lange backen können.
- Für ein besonderes Aroma das Backblech kurz im Ofen erwärmen und mit Bienenwachs einreiben.
- Nach dem Backen sollten Sie das Gebäck auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Anschließend lagert man Plätzchen am besten in einer festschließenden Blechdose. Sehr dekorativ sind Dosen mit Weihnachtsmotiven. Am besten einen Aufkleber drauf tun, auf dem steht, was drin ist und wann es gebacken wurde.
- Damit das Gebäck weich bleibt, können Sie ein Stück Apfel mit in die Keksdose legen.
Weihnachtsgebäck aufbewahren
Kaum kommen die Bleche mit den Köstlichkeiten aus dem Backofen, da wandern schon die ersten Herzen oder Sterne in den Mund. Kein Wunder, denn wer kann schon widerstehen, wenn die süßen Teilchen so verführerisch vor einem liegen? Nachdem das Weihnachtsgebäck mit Zuckerguss, Schokoladenüberzug, Nüssen, Mandeln oder bunten Zuckerperlen verziert wurde, gibt man es am besten in eine Keksdose. Dort bleiben die Leckereien schön mürbe und können auch noch Wochen später verzehrt werden. Abgefüllt in kleine Beutelchen aus Klarsichtfolie lassen sich die in der eigenen Küche entstandenen Gebäckstücke auch wunderbar als kleines Mitbringsel an Freunde oder Bekannte verschenken - oder einfach als süße Erinnerung an die gemeinsame Backzeit aufbewahren.
Die Teigarten beim Weihnachtsgebäck
Weihnachtsgebäck basiert auf verschiedenen Teigvarianten, die dem Endprodukt sein charakteristisches Profil geben. Der Mürbeteig ist die klassische Grundlage für Plätzchen. Der Hefeteig ist die Basis für Stollen und schwere Gebäcke. Lebkuchen wird mit einem speziellen Honigteig zubereitet, der Gewürze enthält. Spekulatius setzt auf einen speziellen Mürbeteig mit intensiven Gewürzen.
Gewürze im Weihnachtsgebäck
Das unverwechselbare Aroma von Weihnachtsgebäck stammt aus einer harmonischen Mischung von Gewürzen. Zimt ist das dominierende Gewürz. Kardamom bringt eine orientalische Note. Nelken verleihen ein würziges Aroma, sollten aber sparsam dosiert werden. Anis und Fenchel sind vor allem in Spekulatius und Lebkuchen anzutreffen. Muskatnuss rundet das Aroma ab, und Ingwer gibt eine pikante Schärfe.
Geschichte des Weihnachtsgebäcks
Das Weihnachtsgebäck hat eine lange Geschichte. Viele Rezepte gehen auf das Mittelalter und die Antike zurück. Honig- und Gewürzkuchen waren bereits im Mittelalter eine Spezialität, da Honig das einzige Süßungsmittel war und Gewürze aus dem Orient als kostbar galten. Der Spekulatius wird oft mit niederländischen Traditionen verbunden. Die Lebkuchen stammen aus Nürnberg, wo bereits im 16. Jahrhundert die berühmten Nürnberger Lebkuchen gebacken wurden. Der Dresdner Stollen ist eine Erfindung aus dem 15. Jahrhundert in Sachsen.
Weihnachtsgebäck verschenken
Selbstgebackenes Weihnachtsgebäck ist ein wunderbares Geschenk von Herzen. Verpackt in schönen Dosen oder Beutel, mit schönen Bändern und Etiketten versehen, wird es zum persönlichen Weihnachtsgruß. Keine Adventszeit ohne Weihnachtsgebäck! Viel Spaß beim Kneten, Naschen, Ausrollen und Verzieren der Weihnachtsköstlichkeiten!