Zimtsterne - klassisches Weihnachtsgebäck mit Mandeln und Eischnee
Zimtsterne sind mürbe Mandel-Plätzchen mit einer weichen Eischnee-Glasur - würzig, wärmend und ein fester Bestandteil der deutschen Weihnachtsbäckerei.
Rezeptinfos
Zutaten für ca. 30-40 Zimtsterne
- 300 gMandeln
- 150 gMarzipan
- 100 gPuderzucker
- 100 gZucker
- 2Eiweiß
- 1 TLZimt
- 1 PriseNelkenpulver
- abgeriebene Schale einer Zitrone
Zubereitung der Zimtsterne
- Eiweiß in einer Schüssel steif schlagen und vorsichtig Zucker und Puderzucker einrieseln lassen. Abgeriebene Zitronenschale hinzufügen. 1/3 der Masse mit einer Prise Zimt vermischen und beiseitestellen.
- Mandeln mit Marzipan, Zimt und Nelkenpulver verkneten und unter den Eischnee heben.
- Teig auf einer mit Zucker bestreuten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz ausrollen und Sterne ausstechen. (Die Formen dabei immer wieder in kaltes Wasser tauchen, damit der Teig nicht kleben bleibt.)
- Sterne auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der restlichen Eischneemasse bestreichen.
- Bei 125 Grad ca. 45 Minuten backen, dann gut auskühlen lassen und in Keksdosen aufbewahren.
Tipps für das Rezept
Tipps der Redaktion
Perfekter Eischnee: Das Geheimnis guter Zimtsterne liegt im perfekten Eischnee. Die Eier müssen absolut fettfrei sein - die kleinste Spur Eigelb verhindert das Steifwerden. Die Schüssel vorher mit Zitronensaft auswischen.
Zimt-Qualität zählt: Ceylon-Zimt (auch „echter Zimt“) schmeckt feiner und würziger. Für Zimtsterne empfiehlt sich Ceylon-Zimt, da er subtiler ist. Immer frischen Zimt verwenden - alter Zimt verliert sein Aroma.
Marzipan und Mandeln: Hochwertiges Marzipan mit hohem Mandelanteil verwenden. Billiges Marzipan enthält oft mehr Zucker als Mandeln und macht das Gebäck zu klebrig. Die Mandeln sollten gemahlen oder fein gehäckselt sein.
Niedrige Temperatur ist entscheidend: Die Backtemperatur von 125 Grad sorgt dafür, dass die Eischnee-Decke langsam trocknet, ohne zu bräunen. Zu heiß - die Decke wird dunkelbraun; zu kühl - die Sterne werden nicht knusprig.
Aufbewahrung: Nach dem Abkühlen in luftdichten Keksdosen mit Wachspapier aufbewahren. Ein Apfel- oder Zitronenschnitz in der Dose hält die Sterne weicher. Zimtsterne halten so 3-4 Wochen lang perfekt.
Variationen des Rezepts
Das klassische Zimtstern-Rezept erlaubt viele Variationen. Manche Bäcker geben noch etwas Ingwer oder Koriander zum Teig. Andere verwenden statt Marzipan lieblich-cremigen Nussmus. Eine Aroma-Variante ist die „Kardamom-Zimtstern“ - ein dezentes Kardamom ersetzt eine Prise Zimt. Auch die Bestaubung kann variiert werden: anstelle der kompletten Eischnee-Decke können Sie auch nur die obere Hälfte bestreichen oder gar nicht bestäuben.
Zimtsterne in Kultur und Geschichte
Zimtsterne sind ein typisches deutsches Weihnachts-Gebäck, das seit etwa 150 Jahren gebacken wird. Sie entstanden erst, als Zimt zu einem erschwinglich populären Gewürz wurde. Die Sternform symbolisiert den Bethlehemischen Stern, der die Heiligen Drei Könige zur Krippe führte. In vielen deutschen Haushalten ist das Zimtstern-Backen ein fest verankertes Ritual - es wird gemeinsam mit der ganzen Familie über mehrere Tage gebacken und immer die gleiche Tradition gepflegt.
Das perfekte Genießen
Zimtsterne schmecken am besten zu schwarzem Kaffee, Tee oder heißer Schokolade. Das Aroma der Zimtsterne - würzig, würdevoll, warm - passt perfekt zur Weihnachtszeit. In Skandinavien werden sie oft auch mit Glühwein kombiniert. Manche Bäcker verkaufen sie auch einzeln in Papiertütchen - ein klassisches Weihnachtsmarkt-Angebot. Das Aussehen - die charakteristische Sternform mit der weißen Eischnee-Spitze - macht sie zu einem Blickfang auf jedem Weihnachtsgebäck-Teller.
Das Rezept im Internet: https://www.rezepte-und-tipps.com/rezepte/festtagsessen/weihnachtsrezepte/plaetzchenrezepte/zimtsterne.html