Rezept für Vanillekipferl ohne Ei

Dieses Rezept für Vanillekipferl ohne Ei ist ein Klassiker. Der Teig ist mürbe und zart, lässt sich aber etwas schwer formen - mit etwas Geduld entstehen die charakteristischen kleinen Hörnchen, die warm mit Puderzucker und Vanillezucker besteubt werden.

Rezept für Vanillekipferl ohne Ei
Dieses Rezept für Vanillekipferl ist ohne Ei. - Symbolbild: © Racamani - stock.adobe.com

Vanillekipferl ohne Ei - zartes Wiener Weihnachtsgebäck

Ein klassisches Rezept für Vanillekipferl, das ohne Ei auskommt.

Rezeptinfos

Vorbereitungszeit1:30 h (inkl. Kühlzeit)
Backzeit10-12 Min.
Gesamtzeit1:42 h
Portionenca. 40 Stück
GerichtGebäck
SchwierigkeitEinfach
PreisPreiswert

Zutaten für die Vanillekipferl ohne Ei

  • 250 gMehl
  • 200 gButter
  • 100 ggemahlene Mandeln
  • 70 gZucker
  • 1 PriseSalz
  • 100 gPuderzucker
  • 2 PäckchenVanillezucker

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  1. Mehl mit der Butter, den gemahlenen Mandeln, dem Zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel zu einem glatten Teig vermengen und diesen für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  2. Etwas Teig aus der Schüssel nehmen, in der Hand etwas kneten und daraus kleine Hörnchen (sogenannte Kipferl) formen. Da diesem Teig das Ei fehlt, lässt er sich etwas schwer formen - also vorsichtig und mit Geduld die Kipferl formen. Legen Sie diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei 180°C 10-12 Minuten backen, bis sie hellgelb sind.
  4. Puderzucker mit Vanillezucker mischen und die warmen Vanillekipferl damit bestreuen.
  5. Nach dem Abkühlen in einer Keksdose aufbewahren. Guten Appetit!

Tipp der Redaktion

Vanillekipferl kennen viele als Weihnachtsgebäck. Es ist ein deutsch-österreichisch-böhmisches Gebäck, das man aber auch zum Tee servieren kann. Wem die Vanillekipferl ohne Ei schmecken, der kann sie also auch das ganze Jahr über backen.

Nussvariation: Wer keine Mandeln mag, kann diese auch durch Walnüsse oder Haselnüsse ersetzen. Haselnüsse geben einen besonders aromatischen Geschmack. Der Tausch sollte im Verhältnis 1:1 erfolgen.

Kühlzeit ist wichtig: Die einstundige Kühlzeit sorgt dafür, dass der Teig die Form besser hält und beim Backen nicht auseinandfließt. Die warmen Kipferl sofort mit dem Puderzucker-Vanillezucker-Gemisch bestreuen - der Zucker hängt sich an die warme Oberfläche besser fest.

Zur Geschichte

Der Vanillekipferl hat seine Wurzeln in Wien und ist dort seit Generationen beliebt. Das klassische „Kipferl“ kommt vom Wort „Kipf“ (Gipfel) und beschreibt die charakteristische Hornform. In Österreich und Böhmen zählt das Gebilde zu den festlichen Weihnachts-Klassikern und ist aus keiner Adventszeit wegzudenken. Die Kombination aus zartem Mürbeteig und feiner Vanille macht den Reiz aus.

Tipps für den Mürbeteig

Ein gutes Mürbeteig-Geheimnis ist die Balance zwischen Fett und Mehl. Zu viel Fett macht den Teig bröckelnd und schwer zu formen; zu wenig führt zu trockenem Gebäck. Hier ist das Verhältnis 2:1 ideal (200 g Butter zu 100 g Mehl ist optimal). Der Teig sollte kühl behandelt werden - alle Zutaten sollten zimmerwarm oder kühl sein, damit sich das Fett nicht zu schnell mit dem Mehl verbindet.

Nussvariation

Wer keine Mandeln mag, kann diese auch durch Walnüsse, Erdnüsse oder besonders feine Haselnüsse ersetzen. Haselnüsse geben einen besonders aromatischen Geschmack. Der Tausch sollte im Verhältnis 1:1 erfolgen - die Geschmacksnoten sind so ähnlich, dass das Rezept damit funktioniert.

Formung

Die Kipferl lassen sich einfach formen, indem man den Teig zu Rollen formt und diese in Stücke schneidet. Je eines dieser Stücke wird dann wieder zu einer Rolle geformt und diese wird leicht gebogen. Alternativ können Sie kleine Portionen mit der Hand zu spitzen Hörnchen formen - das braucht etwas Übung, aber wird mit der Zeit leichter.

Kühlzeit ist wichtig

Die einstündige Kühlzeit ist nicht verhandelbar. Sie sorgt dafür, dass der Teig die Form besser hält und beim Backen nicht auseinanderfließt. Wer ungeduldig ist, kann den Teig auch über Nacht im Kühlschrank lagern.

Backzeit und Farbe

Die genaue Backzeit hängt vom Ofen ab - manche Öfen sind heißer, andere schwächer. Die Kipferl sollten „hellgelb“ sein, wie in der Anleitung beschrieben. Eine Faustregel: Sie sind fertig, wenn die Unterseite leicht gebräunt und die Oberseite noch hell ist - dadurch bleiben sie zart und nicht zu dunkel.

Bestaubung und Aufbewahrung

Die warmen Kipferl sofort mit dem Puderzucker-Vanillezucker-Gemisch bestreuen. Das Zucker-Gemisch hängt sich an die warme, leicht feuchte Oberfläche besser fest. Nach dem völligen Abkühlen in Keksdosen mit Wachspapier aufbewahren - so bleiben sie wochenlang knusprig. Ein Äpfel- oder Zitronenschnitz in der Dose sorgt auch für etwas Feuchte und hält sie zart.

Vanillekipferl-Variationen

Das Grundrezept ist beliebig erweiterbar. Manche geben eine feine Note Kardamom hinzu, andere verwenden Muskatnussgewürz. Wer es schokoladig mag, kann den Vanillezucker teilweise durch Kakaopulver ersetzen - dann entstehen „Kakao-Kipferl“. Auch die Bestaubung kann variiert werden: Statt reinem Zucker kann man auch ein Zucker-Zimt-Gemisch verwenden.

Pairing und Genießen

Vanillekipferl passen perfekt zu schwarzem Tee, Kaffee oder heißer Schokolade. In Österreich werden sie gerne zum Kaffee gereicht. Man beißt hinein und genießt die Verbindung von zartem Teig und feiner Vanille. Traditionell werden Vanillekipferl in Papier-Kekstüten verkauft oder verschenkt - das ist ein schönes Weihnachtsgeschenk für Freunde und Familie.

Geschichte und Kultur

Der Name „Kipferl“ kommt von „Kipf“ - was Gipfel oder Höhe bedeutet. Die Form symbolisiert eine kleine Erhöhung oder einen Mond. In Wien sind Vanillekipferl seit etwa 200 Jahren Teil der Weihnachtstradition. Sie werden dort zur Weihnachtszeit (nicht nur an Weihnachten selbst, sondern durch die ganze Adventssaison) genossen. Österreich und Tschechien betrachten dieses Gebäck als Nationalschatz der Weihnachtsbäckerei.