Saisonkalender für Obst und Gemüse

Im Supermarkt bekommt man heutzutage fast das ganze Jahr über viele Obst- und Gemüsesorten. Doch kommen diese oft von weit her. Möchte man regionale Früchte haben, sollte man wissen wann diese Saison haben. Und genau das erfahren Sie in unserem Saisonkalender.

Saisonkalender für Obst und Gemüse
Welches Obst und Gemüse hat wann Saison? - Symbolbild: © Johanna Mühlbauer

Wann hat welches Obst und Gemüse Saison?

Mit unserem Überblick können Sie leicht feststellen, welches Obst und Gemüse gerade regional erhältlich ist und somit frisch, vollreif und geschmacklich optimal ist.

Wenn man weiß wann es leckere Erdbeeren, Kirschen, Kürbisse und Kohl gibt, kann man etwas Leckeres Kochen oder Backen mit saisonalen Früchten. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen für jede Jahreszeit, welches Obst und Gemüse Saison hat und welche Rezepte sich daraus zaubern lassen.

Kochen & Backen mit saisonalen Früchten

Obst und Gemüse im Sommer
Saisonkalender

Welches Obst und Gemüse hat im Sommer Saison?

Obst und Gemüse im Herbst
Saisonkalender

Welches Obst und Gemüse hat im Herbst Saison?

Obst und Gemüse im Winter
Saisonkalender

Welches Obst und Gemüse hat im Winter Saison?

Warum ist saisonales Obst und Gemüse besser?

Ganz einfach: Saisonales Obst und Gemüse aus der Region hat keine langen Transportwege und kann somit bis es wirklich erntereif ist wachsen und gedeihen. Früchte, die einen langen Transportweg hinter sich haben werden zeitiger geerntet und reifen dann nach. Das verringert aber oft den Geschmack erheblich. Eine Erdbeere, die in deutschen Regionen reifen kann bis sie dunkelrot, saftig und süß ist, schmeckt einfach besser und intensiver als eine Erdbeere aus Ägypten, die geerntet wird, wenn sie gerade anfängt rot zu werden.

Es gibt noch weitere Gründe, saisonales Obst und Gemüse zu bevorzugen. Die Umweltbilanz ist deutlich besser, da lange Transporte Kohlendioxid verursachen. Der Preis ist oft günstiger, da die Ware nicht so lange gelagert und transportiert werden muss. Zusätzlich unterstützen Sie mit dem Kauf von regionalem, saisonalem Obst und Gemüse lokale Bauern und Produzenten.

Nutzen Sie also saisonales Obst und Gemüse zum Kochen und Backen. So haben Sie auch immer einen abwechslungsreichen Speiseplan. Und wenn Ihre Lieblingssorte dann keine Saison mehr hat, freuen Sie sich aber schon auf die nächste Saison. Natürlich können Sie sich den Geschmack ihrer Lieblingsfrüchte auch erhalten, in dem Sie sie einfrieren oder daraus Marmeladen oder eingelegtes Gemüse machen. So haben Sie dann immer etwas von Ihren Lieblingsfrüchten.

Die vier Jahreszeiten und ihre Spezialitäten

Jede Jahreszeit bringt ihren eigenen Schatz mit sich. Der Frühling bietet zarten Spargel, frische Kräutersalate, neue Kartoffeln und die ersten Erdbeeren. Der Sommer ist die Zeit der Beeren, Himbeeren, Brombeeren, Gurken, Tomaten, Paprika und Zucchini. Der Herbst bringt Kürbisse, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Trauben, Blumenkohl, Broccoli und verschiedenste Pilzarten. Der Winter ist die Saison für Lagergemüse wie Karotten, Rüben, Porree und Kohl, sowie für Zitrusfrüchte und Granatapfel. Durch den Wechsel der Jahreszeiten entsteht auf natürliche Weise Abwechslung in Ihrem Speiseplan.

Saisonale Rezepte - Aktuell:
Jetzt im Frühling gibt es frischen deutschen Spargel, frische Möhren, Rhabarber und bald auch die ersten deutschen Erdbeeren. Spargel kann man als Beilage zu Fleischgerichten servieren sowie auch als Suppe oder Salat. Entdecken Sie bei uns weitere Zubereitungsarten für Spargel. Möhren kennen viele ebenfalls als Beilage oder Salat. Es gibt aber noch mehr Zubereitungsarten für Möhren! Erdbeeren naschen die meisten frisch. Man kann aus diesen Früchten aber auch leckere Erdbeertorten zubereiten.

Die Bedeutung von Regionalität und Herkunft

Beim saisonalen Einkaufen spielt auch die Herkunft eine wichtige Rolle. Idealerweise kaufen Sie regionale Produkte von lokalen Bauern, Märkten und direkt vom Hof. Diese Produkte waren noch nie in einer Kühlkette im Flugzeug unterwegs und sind daher besonders frisch. Viele Menschen unterschätzen den Unterschied zwischen einem Apfel, der eine Woche nach dem Pflücken gegessen wird, und einem, der Monate transportiert und gelagert wurde. Der frisch geerntete Apfel ist süßer, saftiger und nährstoffreicher. Eine weitere Voraussetzung der Saisonalität ist, sich bewusst zu machen, dass nicht jedes Obst und Gemüse ganzjährig vorhanden ist. Wer das akzeptiert, wird mit intensiverem Geschmack und besserer Umweltbilanz belohnt.

Haltbarmachen für das ganze Jahr

Wer die Vorzüge von saisonalem Obst und Gemüse auch außerhalb der Saison genießen möchte, kann diese haltbar machen. Einfrieren ist die einfachste Methode - viele Obstsorten und Gemüsearten lassen sich hervorragend einfrieren und behalten dabei ihre Nährstoffe und ihren Geschmack. Marmeladenkochen ist eine traditionelle Methode zur Konservierung von Obst und ermöglicht es, den Sommergeschmack in die Wintermonate zu bringen. Eingelegtes Gemüse in Essig wird nicht nur lange haltbar, sondern erhält auch einen besonderen Geschmack. Mit diesen Methoden können Sie sich einen Vorrat an saisonalem Obst und Gemüse für die Monate anlegen, in denen diese nicht mehr frisch erhältlich sind. Dies ist eine noch nachhaltigere Methode als der Kauf von Import-Produkten.

Selbst anbauen - der Garten als Saisonkalender

Der ultimative Weg zu frischen, saisonalen Produkten ist, sie selbst anzubauen. Man braucht dafür nicht unbedingt viel Platz - ein kleines Hochbeet, Kübel auf dem Balkon oder sogar ein Kräuterfenster in der Wohnung funktioniert. Der Vorteil: Man weiß genau, wann etwas reif ist und kann unmittelbar nach der Ernte ernten. Ein Kräutergarten mit Basilikum, Petersilie, Schnittlauch und Minze ist schnell angelegt und wächst auch in der Wohnung auf der Fensterbank. Wer Platz hat, kann Tomaten, Salate, Zucchini und Bohnen anbauen. Diese Gemüsesorten gedeihen gut in der Sonne und bringen hohe Erträge. Brombeeren und Erdbeeren lassen sich ebenfalls im Garten oder in Kübeln kultivieren. Ein Obstbaum wie ein Apfel- oder Kirschbaum ist eine Investition für viele Jahre. Beim Anbau lernt man auch automatisch, wann was Saison hat - weil die Natur einem den Rhythmus vorgibt.

Lagerung von Saisonware

Saisonales Obst und Gemüse kann man kaufen und lagern, wenn man weiß, wie es funktioniert. Äpfel, Birnen und Quitten halten bei kühler Lagerung mehrere Wochen bis Monate. Im Keller oder in einer unbeheizten Garage können sie bis in den Winter hinein aufbewahrt werden. Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch halten bei richtiger Lagerung viele Monate. Das spart Kosten und ermöglicht es, saisonale Produkte auch nach ihrer eigentlichen Erntezeit zu genießen. Jedoch sollte man dabei das Energiesparen bedenken - lange Lagerung in beheizten Räumen oder stets eingeschalteter Tiefkühlung verursacht Kosten. Ein kühler Keller ist ideal. Wer keinen hat, kann einen isolierten Behälter mit Styropor selbst bauen. Im Sommer ist Lagerung schwieriger - hier ist Einfrieren oder Haltbarmachen die bessere Lösung.

Importware vs. Saisonware - der ökologische Unterschied

Ein Apfel aus der Region im Herbst braucht kaum Transport. Ein Apfel im Sommer aus Südafrika muss per Flugzeug oder mit dem Schiff mehrere Wochen unterwegs sein. Der ökologische Fußabdruck ist damit um ein Vielfaches höher. Bei Flugware kommt noch hinzu, dass sie zum Reifen in Lagerräumen Ethylengas ausgesetzt wird, um schneller rot zu werden. Das schadet dem Geschmack und dem Nährstoffgehalt. Eine lokale Erdbeere im Juni schmeckt intensiver und saftiger als eine aus Spanien im Februar - und das hat seinen Grund. Die Kosten für Langstreckentransporte werden oft in höheren Preisen weitergegeben. Saisonware ist deshalb nicht nur günstiger, sondern auch besser für die Umwelt. Ein weiterer Punkt: Bei Importware ist die Kontrolle schwächer. Pestizidbelastung ist häufiger ein Problem. Saisonale Produkte von lokalen Bauern sind in der Regel besser überwacht und transparenter in ihrer Herkunft.

Heimische Produkte erkennen und richtig auswählen

Wie erkennt man an der Kasse, ob ein Produkt wirklich regional ist? Auf Märkten ist es einfach - da kann man den Bauern fragen. Im Supermarkt ist es schwieriger. Achten Sie auf Herkunftsbezeichnungen auf der Verpackung. „Aus deutschem Anbau“ oder ein Regionssiegel bedeuten oft mehr als nur „Europäische Union“. Manche Supermärkte kennzeichnen regionale Produkte mit speziellen Aufklebern. Eine andere Methode ist, direkter einzukaufen - beim Bauernmarkt, von Hofläden oder über Gemüse-Abokisten aus der Region. Auch optische Zeichen helfen: Saisonales Gemüse sieht oft nicht so „perfekt“ aus wie importierte Ware. Kratzer und Flecken sind kein Qualitätsmangel, sondern ein Zeichen, dass es nicht chemisch behandelt wurde. Regionales Obst ist oft kleiner und weniger uniform als industrielle Ware. Das ist ein gutes Zeichen.

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