Ein Essensplan hat viele Vorteile
Jeden Tag ein gesundes und abwechslungsreiches Essen auf den Tisch zu bringen, womöglich noch für eine mehrköpfige Familie, ist eine echte Herausforderung. Täglich stellt sich die Frage, was darf es heute sein und ein spontaner Besuch im nächsten Supermarkt gehört fast schon zum Ritual. Ein Essensplan macht es möglich, viel Zeit und Geld zu sparen und außerdem die Nerven zu schonen. Auf diese Weise erleichtert man sich ganz einfach den Alltag.
- Abwechslung:
Mit einem Speiseplan ist es zu schaffen, abwechslungsreich zu kochen und nicht drei Tage hintereinander Nudeln auf den Tisch zu bringen. Dabei berücksichtigt man trotzdem die persönlichen Vorlieben. - Finanzielle Planung:
Ein Essensplan bringt vor allem eines, und zwar das Sparen von Geld. Durch den Plan kann ein festgelegtes Wochenbudget sehr gut eingehalten und die Gerichte danach ausgewählt werden. Steht an einem Tag ein saftiges Steak auf der „Karte“, gibt es am nächsten Tag ein preiswertes Gericht wie Eierkuchen o.ä. Dabei werden die wöchentlichen Sonderangebote der Lebensmitteldiscounter oder Fachgeschäfte berücksichtigt. - Keine Spontankäufe:
Durch das Erstellen des Planes steht genau fest, welche Zutaten benötigt werden. Nach diesen wird die Einkaufsliste geschrieben und exakt abgearbeitet. Spontankäufe werden stark reduziert, dies spart viel Geld. - Weniger verdorbene Lebensmittel:
Beim Kauf der Zutaten und der Planung der Speisen über die Woche steht fest, wann was auf den Tisch kommt. Bei einem Haupteinkauf pro Woche werden so nur die frischen Waren besorgt, die auch entsprechend verarbeitet werden können. Bei der Planung wird die Haltbarkeit der Zutaten, wie zum Beispiel Obst und Gemüse, berücksichtigt. Dies bringt ebenfalls finanzielle Vorteile. - Zeitmanagement:
Wer es schafft, einmal in der Woche einen Speiseplan zu erstellen, braucht nicht täglich überlegen, was es heute zu essen gibt und spart sich extra noch die Zeit der zusätzlichen Supermarktbesuche. Zudem kann aufgrund des Speiseplans eventuell vorgekocht oder vorbereitet werden. Haben die Kinder an einem Tag Training oder kommt man selbst spät von der Arbeit, kann dies beim Abendbrot berücksichtigt und so Zeit gespart werden. - Jeder kommt auf den Geschmack:
Den Geschmack von allen zu treffen, die am Tisch sitzen, ist oft nicht so einfach. Mit einem Speiseplan kann Rücksicht auf jeden einzelnen genommen werden, keiner wird vernachlässigt. Gibt es den einen Tag die Leibspeise für den einen, folgt am nächsten Tag die eines anderen. - Ernährung mit saisonalen Produkten:
Wird der Plan erstellt, greift man öfters auf Produkte der Saison zu. Dies ist nicht nur finanziell von Vorteil, sondern auch gesünder und abwechslungsreicher. - Entspanntes Einkaufen:
Da durch den Speiseplan die genaue Zutatenliste feststeht, lässt es sich viel entspannter mit einer einfachen Einkaufsliste shoppen gehen. Die Liste im Supermarkt abarbeiten - fertig! - Abnehmen / Zunehmen:
Viele Menschen, die abnehmen wollen, nutzen die Chance eines Speiseplans. Mit seiner Hilfe haben sie einen genauen Überblick über die Mahlzeiten, die Kalorien und Zutaten. Dies ist auch ideal für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen eine spezielle Diät einhalten müssen, wie etwa Diabetiker oder an Zöliakie erkrankte Personen. Sportler, die speziell auf einen bestimmten Muskelaufbau hinarbeiten, nutzen Speisepläne ebenso gern.
Wie ein Essensplan beim Sparen hilft
Spontane Einkäufe sind oft die größten Kostenfallen im Haushalt. Wer ohne Plan in den Supermarkt geht, kommt schnell mit vollen Taschen zurück - und hat doppelt so viel ausgegeben wie geplant. Mit einem durchdachten Essensplan funktioniert es anders: Man schaut zuerst, welche Lebensmittel gerade im Angebot sind, berücksichtigt saisonale Produkte (die sind billiger und frischer) und überlegt dann, welche Gerichte damit passen. So entsteht der Einkaufszettel aus dem Plan, nicht umgekehrt. Das spart nicht nur Geld, sondern verhindert auch, dass gute Lebensmittel ungekühlt im Regal rumliegen und verderben.
Beispiel: Ein realistischer Wochenplan für vier Personen
Montag Eintopf (Fleisch und Gemüse aus dem Angebot), Dienstag Nudeln mit Bolognese (Hack ist oft billig), Mittwoch Fisch mit Kartoffeln und Salat, Donnerstag selbstgemachte Pizza mit den restlichen Toppings, Freitag Hähnchen mit Reis und Gemüse, Samstag Braten oder Schnitzel zum Wochenende, Sonntag Reste-Verwertung wie Aufläufe oder Suppen. Ein solcher Plan ist einfach zu planen, lässt sich gut einkaufen und bietet trotzdem Abwechslung. Wichtig: Vermerken, wer kocht und ob besondere Wünsche erfüllt werden können.
Den Essensplan an Saison und Aktionen anpassen
Ein starrer Plan funktioniert nicht - die Realität ist flexibler. Wenn der Supermarkt gerade besonders günstige Erdbeeren hat, passt man den Plan entsprechend an. Im Sommer passen leichte Salate und Grillgerichte besser als schwere Eintöpfe. Im Winter sind Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte ideal. Manche Familien planen den Essensplan direkt nach den Prospekten der Lebensmitteldiscounter und sagen sich: Wenn Hähnchen im Angebot ist, gibt es diese Woche Hähnchen in verschiedenen Varianten. Das funktioniert ausgezeichnet und ist wirtschaftlich besonders sinnvoll.
Klassische Fehler beim Essensplan vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, zu perfektionistisch zu planen. Der Plan muss nicht täglich 100 Prozent eingehalten werden - es reicht, wenn er die Grundlage ist. Ein anderer Fehler: nicht-haltbare Zutaten einplanen, die nach ein paar Tagen verdorben sind. Salat am Montag geplant, aber freitags noch im Kühlschrank? Das spart kein Geld. Besser: verderbliche Waren eher in der Woche verbrauchen, haltbare später. Auch sollte man nicht vergessen, dass Kinder und Partner auch schon mal „nein, das esse ich nicht“ sagen. Der Plan soll helfen, nicht frustrieren.
Wie erstelle ich einen Essensplan?
Bringen Sie möglichst alle Familienmitglieder an einen Tisch. Jeder soll bzw. darf seinen Beitrag leisten. Für alle am Tisch gibt es einen Tag mit seinem Wunschessen. Abwechslung bekommt man in den Plan, wenn es beispielsweise jeden Dienstag Nudeln gibt, aber jede Woche mit einer andere Sauce: zum Beispiel in der einen Woche mit Bolognese, in der nächsten mit Spinatsauce und danach mit Pesto.
Praxistipp
Damit Sie nicht jede Woche stundenlang überlegen müssen was Sie gern essen möchten, sollten Sie alle Gerichte notieren. Da das schnell eine lange Liste wird, sollte man diese sortieren. Sie können auch jedes Gericht auf einen Papierstreifen oder ähnliches schreiben und diese dann an Ihrem Essensplan am entsprechenden Tag befestigen. So muss der Essensplan nicht jedes Mal komplett neu gemacht werden.
Gestalten Sie den Wochenplan möglichst in Tabellenform. Darin enthalten sollten die Wochentage, die Speisen und die noch benötigten Zutaten sein. Prima ist auch, wenn darauf vermerkt ist, wer für das Essen an dem bestimmten Tag zuständig ist. Zum Beispiel: Montag, Papa, Bruschetta mit grünem Salat, noch Tomaten kaufen. Natürlich können Sie den Essensplan auch mit ihren Kindern schön bunt gestalten und die noch zu kaufenden Zutaten separat auf dem Einkaufszettel notieren.
Erstellen Sie den Plan wöchentlich, beschriften Sie ihn genau mit Datum: z.B. Woche vom 7. bis 13. August. Wählen Sie zum Planen den Tag bevor Sie Ihren Wocheneinkauf erledigen und bei dem Sie die aktuellen Werbeangebote im Voraus lesen konnten.
Hängen Sie den Plan gut sichtbar für alle auf, zum Beispiel in der Küche. Gestalten Sie ihn ansprechend. Er könnte jede Woche neu in einen selbst gebastelten Rahmen gehangen werden oder auf eine Vorlage geklebt werden. Auch das schnelle Ausdrucken am Rechner bietet sich an.
Suchen Sie ab und an nach interessanten Rezepten im Internet oder in Kochbüchern, die die aktuellen Werbeangebote der Woche enthalten. Sehr beliebt und vor allem gesund sind Hähnchen Rezepte.
Planen Sie ein, schnell verderbliche Zutaten Anfang der Woche zu verarbeiten. Zum Beispiel die Erdbeeren Montag, die Paprika hingegen erst Freitag.
Wer es schafft, einmal die Woche eine viertel Stunde Zeit konsequent aufzubringen um einen Speiseplan für die folgende Woche zu erstellen, kann sehr viel Zeit und Geld sparen. Was bei Gastronomie-Betrieben wie Restaurants oder einer Mensa einfach betriebswirtschaftlich und organisatorisch notwendig ist, bleibt auch in einem Privathaushalt hilfreich: eine gute Planung.


