Wurst und Fleisch lagern

Erfahren Sie hier, wie man Wurst und Fleisch lagern sollte! Welche Sorten gehören in den Kühlschrank, und worauf kommt es bei der Kühlkette an?

Verschiedene Sorten Wurst und Fleisch
Wie wird Fleisch und Wurst richtig gelagert? — Symbolbild: © monticellllo

Wie Fleisch richtig lagern?

Rohes Fleisch verdirbt leicht, daher ist es wichtig, auf die korrekte Lagerung zu achten. Wichtig ist eine durchgehende Lagerung bei weniger als +7 °C. Auf diese Weise haben Bakterien, die sich auf der Oberfläche des Fleischs befinden, weniger Möglichkeiten sich zu vermehren — um zu wachsen und sich zu vermehren benötigen sie Temperaturen zwischen etwa 20-30 °C. Diese Kühlempfehlung gilt für jegliches Fleisch, ganz gleich ob es beim Metzger oder abgepackt im Supermarkt gekauft wurde. Die Annahme, dass vakuumverpacktes Fleisch unempfindlicher sei, ist leider nicht richtig, auch dieses Fleisch muss kühl gelagert werden. Vor allem auf abgepacktem Fleisch finden sich Hinweise zum Verbrauchsdatum. Dieses ersetzt bei leicht verderblichen Waren das Mindesthaltbarkeitsdatum, ist aber mit Vorsicht zu genießen. Lebensmittel sollten spätestens bis zu diesem Datum verzehrt werden. Häufig handelt es sich um ein Datum, das einige Tage in der Zukunft liegt. Um dieses Datum aber wirklich unbedenklich zu erreichen, muss das Fleisch unter idealen Bedingungen gelagert werden: kein langer Transport vom Supermarkt nach Hause, und dort müssen im Kühlschrank wirklich sehr niedrige Temperaturen herrschen, ansonsten kann das Fleisch deutlich vor dem angegebenen Verzehrdatum verderben.

Wo im Kühlschrank Wurst und Fleisch lagern?

Die kühlste Stelle im Kühlschrank ist die Glasplatte über den Gemüseschubladen. Dort herrschen in der Regel Temperaturen im Bereich zwischen +2 und +4 °C, ideal für das Aufbewahren von Fleisch und Wurst.

Verschiedene Fleischarten und ihre Lagerung im Kühlschrank

Hackfleisch sollte so frisch wie möglich verzehrt werden. Aufgrund der sehr großen Oberfläche finden Bakterien und Keime hier einen idealen Nährboden. Daher sollte Hackfleisch immer am Tag des Kaufs verarbeitet werden. Besteht einmal nicht die Möglichkeit, das Hackfleisch am gleichen Tag zu verzehren, sollte es entweder zubereitet und am nächsten Tag gegessen oder direkt eingefroren werden. Gulasch, Geschnetzeltes und anderes Fleisch in kleinen Stücken sollte maximal einen Tag im Kühlschrank gelagert werden. Braten und Steaks können für etwa 4 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden, ehe sie verzehrt werden müssen. Innereien halten sich für 1-2 Tage im Kühlschrank.

Eine gute Möglichkeit zum Fleisch lagern: Einfrieren

Besteht einmal nicht die Möglichkeit, frisches Fleisch in einem angemessen knappen Zeitraum zu verzehren, kann es auch eingefroren werden. Rind- und Kalbfleisch hält sich tiefgefroren für etwa 8 Monate, Schweinefleisch und Hackfleisch hingegen sind deutlich kürzer haltbar und lassen sich für 2-3 Monate einfrieren.

Wurst lagern

Wurst und Aufschnitt können nicht immer am Tag des Einkaufs verzehrt werden und müssen daher gelagert werden. Am besten wird Aufschnitt in einer Frischhaltedose im Kühlschrank aufbewahrt. Wie auch bei Fleisch gilt es hier, die Wurst möglichst am kühlsten Ort im Kühlschrank zu lagern. Die Glasplatte über dem Gemüsefach des Kühlschranks ist der kühlste Platz. Frischwurst vom Metzger hält sich bei guter Kühlung für 3-4 Tage. Salami und Schinken vom Metzger sind etwas länger haltbar, vor allem wenn es sich um Ware am Stück handelt, die vor dem Verzehr frisch aufgeschnitten wird. Auf diese Weise können sich Salami, Schinken und Hauswürste durchaus 14 Tage oder länger halten. Abgepackter Aufschnitt aus dem Supermarkt oder der SB-Theke des Metzgers ist mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Bis zu diesem Datum sollte die Wurst bei geschlossener Verpackung und kühler Lagerung spätestens verzehrt werden. Sobald die Packung geöffnet wird, sollte der Aufschnitt innerhalb von 3-4 Tagen gegessen werden.

Kreuzkontamination vermeiden — Hygiene beim Lagern

Rohes Fleisch und Wurst dürfen niemals über anderen Lebensmitteln gelagert werden — Säfte und Tropfen können alles unter ihnen kontaminieren. Der Kühlschrank sollte so organisiert sein: unten Fleisch und Wurst (in verschlossenen Boxen), in der Mitte Fertigprodukte und übriggebliebenes Essen, oben Getränke und Saucen. Schneidbretter für Fleisch sollten getrennt von denen für Gemüse und Brot sein. Ein Fleischbrett mit Rillen ist praktisch, da es Säfte auffängt. Nach dem Verarbeiten sofort gründlich mit heißem Wasser reinigen. Hände auch mehrfach waschen nach Kontakt mit rohem Fleisch. Wer viel Fleisch verarbeitet, sollte sich mehrere Bretter anschaffen — so ist immer eines sauber verfügbar. Diese einfachen Maßnahmen verhindern Lebensmittelvergiftungen durch Salmonellen, Listerien und andere Keime.

Kühlketteneinhaltung — Der Transport ist entscheidend

Die Haltbarkeit von Fleisch und Wurst wird oft zerstört, bevor es zu Hause ankommt. Im Sommer sollte Fleisch in einer isolierten Einkaufstasche mit Kühlakku transportiert werden. Besonders Hackfleisch verdirbt schnell bei Wärmestau im Auto oder in der Baumwolltasche. Ein typischer Fehler: Fleisch lange in der Tasche, bevor es in den Kühlschrank wandert. Ideal ist der direkte Weg vom Supermarkt nach Hause (nicht einkaufen gehen, dann zum Friseur, dann zum Kaffee). Die Kühlkette sollte nicht unterbrochen werden. Das Verfallsdatum bezieht sich immer auf korrekte Kühlung — wird die nicht eingehalten, verderbt Fleisch deutlich schneller. Zu Hause angekommen sollte Fleisch sofort in den kältesten Bereich des Kühlschranks.

Fleischtypen und spezifische Lagerdauern — Übersicht für den Einkauf

Nicht alle Fleischsorten halten gleich lange: Rind- und Kalbfleisch sind robuster und halten 3-4 Tage im Kühlschrank. Schweinefleisch und Lamm nur 2-3 Tage. Wild und Geflügel sollten innerhalb von 1-2 Tagen verarbeitet werden. Hackfleisch ist besonders empfindlich — am besten sofort einfrieren oder am Tag des Kaufs verarbeiten. Aufschnitt und Wurst aus der Fleischtheke halten 3-4 Tage, verpackte Wurstware bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum — nach dem Öffnen aber nur 3-4 Tage. Diese Faustregel hilft beim Einkaufsmanagement: Fleisch für den aktuellen Tag kaufen, alles andere sofort einfrieren. So hat man immer frisches Fleisch zur Hand und vermeidet Verschwendung durch Verderb.