Wie Milch und Milchprodukte aufbewahren?
In so gut wie jedem Haushalt gibt es eine Vielzahl von Milchprodukten. Die Angebotspalette ist groß und bietet für jeden Geschmack etwas Passendes. Produkte wie Milch und Butter gehören überdies für viele Menschen zu den täglichen Grundnahrungsmitteln. Alle Milchprodukte haben etwas gemeinsam: Sie sind licht- und wärmeempfindlich. Sie sollten daher immer kühl und dunkel im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Wie lagert man Milchprodukte?
Um dem Verbraucher eine Orientierung an die Hand zu geben, sind alle Milchprodukte aus dem Supermarkt mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Dieses Datum gibt bei Lagerung im Kühlschrank und bei geschlossener Verpackung einen Anhaltspunkt zur Haltbarkeit. Während vor allem Milch nach diesem Datum meist nicht mehr genießbar ist, kann Joghurt oder Quark durchaus auch über dieses Datum hinaus genießbar sein. (Vorsichtig kosten!)
Haltbare Milch (H-Milch) kann man auch im Keller aufbewahren. Frischmilch hingegen sollte im Kühlschrank gelagert und innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Generell sollten Verpackungen oder Gefäße, in denen Milchprodukte aufbewahrt werden, stets gut verschlossen sein, damit keine Fremdgerüche angenommen werden. Milchprodukte, die bereits weiterverarbeitet wurden, wie zum Beispiel Schlagsahne oder Fruchtquark, sollten zügig verbraucht werden, am besten am Tag der Zubereitung oder spätestens am Folgetag.
Verdorbene Milchprodukte
Verdorbene Milchprodukte sind in der Regel an ihrem Geruch und / oder ihrem Geschmack zu erkennen. Zum Teil sind auch Verfärbungen oder Schimmelbildung ersichtlich. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob die Milch oder die Sahne noch genießbar ist, sollte das Produkt zunächst genau anschauen, daran riechen und gegebenenfalls vorsichtig probieren. Eine Sonderstellung unter den Milchprodukten nimmt Butter ein. Diese kann problemlos eingefroren werden. Allerdings sollte beachtet werden, dass das Produkt innerhalb der nächsten 6-10 Monate verbraucht werden sollte.
Temperaturkonstanz und Lagersicherheit für optimale Haltbarkeit
Milchprodukte sind extrem temperaturempfindlich. Schon Schwankungen von 2-3 Grad Celsius können den Verderb deutlich beschleunigen. Im Kühlschrank sollte die Temperatur dauerhaft zwischen 0-4 °C liegen. Besonders die untere Temperaturspanne (0-2 °C) ist optimal, aber nicht für alle Produkte. Frischkäse verträgt Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt besser als Joghurt, das bei 4 °C ideal lagert. Die Positionen im Kühlschrank sind wichtig: nicht in der Tür (zu warm und zu viele Schwankungen), sondern im kühlen Hauptraum oder in den unteren Fächern. H-Milch kann im kühlen Keller gelagert werden, solange die Temperatur konstant unter 20 °C bleibt. Die Lagerzeit nach dem Öffnen ist entscheidend — Frischmilch verderbt nach 3-4 Tagen, Joghurt hält länger (1-2 Wochen), aber mit sichtbarem Qualitätsverlust.
Säuerungsgrad und Frischeerkennung bei verdorbenen Produkten
Bei Milchprodukten ist der Säuerungsgrad ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Frischmilch hat einen pH-Wert von etwa 6,6-6,8 und schmeckt mild. Mit der Zeit sinkt der pH-Wert durch natürliche Milchsäuregärung und die Milch wird sauer. Dies ist der erste Hinweis auf Verderb. Buttermilch und Kefir haben einen niedrigeren pH-Wert (3,5-4,0) und sind von Natur aus sauer — das ist normal. Joghurt und Quark sollten auch sauer schmecken, aber nicht unangenehm scharf oder pilzig (Zeichen für Schimmelbefall). Ein Geruchstest hilft: verdorbene Produkte riechen unangenehm. Bei Käse ist oberflächlicher Schimmel bei Hartkäse noch essbar, bei Weichkäse aber ein Zeichen für Überalterung. Bei Sahne ist Flockenbildung ein Zeichen für Gerinnung — das Produkt sollte entsorgt werden.
Verpackung und Lagertrennung — Aromenaufnahme verhindern
Milchprodukte nehmen schnell Fremdgerüche auf — Fisch, Knoblauch, Zwiebeln und Kraut sollten räumlich getrennt gelagert werden. Offene Behälter sind daher tabu, alles sollte gut verschlossen sein. Nach dem Öffnen können Tetrapak-Behälter mit einem Clip oder Gummiband verschlossen werden, aber spätestens nach der empfohlenen Zeit entsorgt werden. Kunststoffdosen sind ideal, wenn sie luftdicht schließen. Glasbehälter sind neutral und geruchsneutral, aber weniger praktisch für große Mengen. Besonders Butter und Käse sollten in separaten Behältern lagern, um nicht von anderen Produkten zu riechen. Bei länger gelagerten Produkten ist eine kurze Kontrolle vor dem Verzehr ratsam — ob Verfärbung, Schimmelbefall oder ein Ausreißen der Struktur sichtbar sind. Im Zweifelsfall: nicht essen!
Käse richtig lagern
Käse ist unter den Milchprodukten eine Wissenschaft für sich. Alles Wichtige zu Sorten, Verpackung und Haltbarkeit lesen Sie in unserem Beitrag Käse lagern.


