Welche Lebensmittel kann man einfrieren?
Die meisten Lebensmittel kann man einfrieren. Frisches Obst und Gemüse, aber auch zubereitete Speisen, Kuchen und Torten. Bei zubereiteten Speisen sollte man bedenken, dass einige Gewürze wie Paprika, Muskat und Pfeffer evtl. an Geschmack verlieren. Kräuter wie Basilikum, Dill und Thymian können dagegen intensiver im Geschmack werden.
Welche Lebensmittel kann man nicht einfrieren?
- Rohe Kartoffeln werden einfach süß und ungenießbar.
- Wasserhaltige Obst- und Gemüsesorten werden matschig (z. B. Blattsalat, Paprika, Gurken, Tomaten, Wassermelonen, Birnen, Erdbeeren).
- Rohe und auch gekochte Eier sollte man nicht einfrieren. Rohe Eier platzen und verschmutzen den Tiefkühler, gekochte Eier werden glasig.
- Pudding und gelatinehaltige Speisen werden wässrig.
- Milchprodukte flocken aus und werden grießig (z. B. Joghurt, saure Sahne, Crème fraîche und Dickmilch).
- Baisers und Makronen werden zäh.
Was beachten beim Lebensmittel einfrieren?
- Zunächst sollten Sie das Obst und Gemüse waschen, putzen und portionieren. Sie können Gemüse auch blanchieren, so werden Mikroorganismen abgetötet, die Farbe und auch das Vitamin C bleiben erhalten.
- Zum Einfrieren sollten Sie Kunststoffdosen verwenden, die zum Einfrieren geeignet sind. Auch Gefriertüten können Sie verwenden. Leere Joghurtbecher oder Margarinebecher eignen sich nicht zum Einfrieren. Achten Sie beim Befüllen darauf, dass Sie flüssige Lebensmittel nur bis max. 2 cm unter den Rand des Behälters füllen — die Flüssigkeit dehnt sich beim Gefrieren aus! Bei festen Lebensmitteln hingegen sollten Sie den Behälter so voll wie möglich machen, da diese sonst austrocknen können.
- Möchten Sie das Gefriergut in einer Gefriertüte einfrieren, streichen Sie vor dem Einfrieren die Luft heraus und verschließen die Tüte mit einem Clip oder Gummi oder verschweißen sie. Wichtig ist auch, dass Sie die Tüten möglichst so befüllen, dass sie flach sind. So können Sie diese besser übereinander stapeln und sparen Platz.
- Möchten Sie zubereitete Speisen einfrieren, lassen Sie diese zunächst richtig abkühlen. Stellen Sie diese noch warm ins Gefrierfach, hat der Tiefkühler ordentlich zu tun, die eingestellte Temperatur zu halten. Das kostet Strom, und es kann auch passieren, dass das Gerät davon kaputtgeht.
- Das Gefriergut sollte gut leserlich beschriftet sein (Was ist enthalten und wann wurde es eingefroren?), denn vieles sieht nach dem Einfrieren ganz anders aus und man kann es leicht mit einer anderen Sorte verwechseln. Sinnvoll ist es auch, ein Bestandsverzeichnis zu führen: Tragen Sie ein, welche Lebensmittel in Ihrem Tiefkühler enthalten sind, wann diese eingelagert wurden und wie viele Packungen enthalten sind. So haben Sie die Vorräte gut im Blick und können gezielt Lebensmittel nachkaufen.
Obst und Gemüse einfrieren
Für einige ausgewählte Obst- und Gemüsesorten haben wir ausführliche Artikel mit Tipps zum Einfrieren: Möhren einfrieren und Spargel einfrieren.
Wie lange Lebensmittel einfrieren?
Eines sollte man wissen: Eingefrorenes ist nicht ewig haltbar! Je nach Lebensmittel sind diese aber meist einige Monate haltbar. Hier finden Sie eine kleine Übersicht, wie lange man Lebensmittel einfrieren kann. Das sind jeweils nur Beispiele.
Wie lange Fleisch / Wurst einfrieren?
- Eisbein: 3-6 Monate
- Gulaschfleisch: 3-6 Monate
- Hackfleisch: 1-3 Monate
- Kassler: 2-3 Monate
- Rindfleisch (Stück): 10-12 Monate
- Rinderrouladen: 9-12 Monate
- Schnitzel: 6-8 Monate
- Schweinefilet: 6-8 Monate
- Schweinefleisch: 4-7 Monate
- Steaks: 6-8 Monate
- Wurst: 2-3 Monate
- Ente küchenfertig: 2-4 Monate
- Gans küchenfertig: 3-6 Monate
- Huhn küchenfertig: 8-10 Monate
- Wild: 6-12 Monate
Wie lange Obst einfrieren?
- Äpfel: 8-12 Monate
- Kirschen ohne Stein: 18 Monate
- Rhabarber roh, Stücke: 8-10 Monate
- Birnen: 8-10 Monate
- Heidelbeeren vorfrieren, zuckern: 24 Monate
- Mirabellen, entsteint: 8-12 Monate
Wie lange Gemüse einfrieren?
- Blumenkohl blanchiert, Röschen: 3 Monate
- Grüne Bohnen: 3 Monate
- Brokkoli küchenfertig: 9-15 Monate
- Grünkohl blanchiert: 8-10 Monate
- Kohlrabi in Scheiben: 7-9 Monate
- Pilze blanchiert: 6-8 Monate
- Porree gewaschen, Stücke: 4-5 Monate
- Suppengemüse, portioniert: 2-4 Monate
- Kräuter küchenfertig: 8-10 Monate
Wie lange Fisch einfrieren?
- Forelle, Karpfen: 2-4 Monate
- Aal frisch / geräuchert: 1-2 Monate
- Seefisch mager: 5 Monate
- Seefisch fett / geräuchert: 2 Monate
- Austern, Garnelen, Krebse: 2-3 Monate
- Weinbergschnecken zubereitet: 2-3 Monate
Sonstiges
- Schnittkäse: 2-4 Monate
- Zubereitete Speisen: 3-6 Monate
- Buttercremetorte: 1-6 Monate
- Rührkuchen: 4-6 Monate
- Mischbrot: 1-6 Monate
- Blätterteig: 2-6 Monate
Voraussetzung für diese lange Haltbarkeit ist natürlich, dass die Tüten oder Gefäße gut verschlossen sind. Je eher Sie das Gefriergut wieder auftauen, desto besser schmeckt es.
Lebensmittel auftauen
- Wer das Gemüse vor dem Einfrieren blanchiert hat, muss es nicht auftauen lassen, sondern kann es gefroren in den Topf geben.
- Nach dem Auftauen verlieren viele Früchte ihre Farbe. Beträufeln Sie die Früchte während des Auftauens daher immer wieder mit Zuckerwasser.
- Fleisch und Fisch sollten langsam auftauen, am besten im Kühlschrank. Dabei die Auftauflüssigkeit auffangen, da sich darin viele Mikroorganismen befinden.
- Überprüfen Sie die aufgetauten Lebensmittel. Sehen sie noch gut aus? Riechen sie komisch? Aufgetaute Lebensmittel sollte man nicht nochmal einfrieren. Besser sofort verarbeiten.
Tiefkühler regelmäßig abtauen
1-2 Mal im Jahr sollte man den Tiefkühler komplett abtauen. Je weniger Eis sich an den Wänden bilden kann, umso weniger Strom verbraucht das Gerät. Sorgen Sie dafür, dass möglichst wenig im Tiefkühler ist. Alle tiefgekühlten Lebensmittel sollten für die Zeit des Abtauens in eine Tiefkühltasche oder ähnliches zusammen mit einigen Kühlakkus gepackt werden. Ratsam ist es, den Tiefkühler nicht gerade im Hochsommer bei 30 Grad abzutauen. Am besten eignet sich der Winter, wenn draußen Frost ist. Dann können Sie das Gefriergut auch draußen lagern. Wichtig ist beim Abtauen, dass Sie das Eis an den Wänden komplett entfernen, ohne zu kratzen! Meist gibt es beim Kauf einen Schaber dazu, den man dafür verwenden kann. Anschließend den Tiefkühler gut auswischen, die Fächer — sofern herausnehmbar — auswaschen und danach alles trocken legen. Erst wenn der Tiefkühler Zimmertemperatur hat und komplett trocken ist, können Sie den Stecker wieder in die Steckdose stecken und den Tiefkühler einräumen. Lesen Sie auch: Wie gesund ist Tiefkühlkost?
Frostbrand und Lagerschäden vermeiden
Frostbrand ist das größte Problem beim Einfrieren — betroffene Lebensmittel werden grau-braun verfärbt, trocknen aus und werden geschmacklos. Verursacht wird er durch zu lange Lagerdauer und Temperaturschwankungen. Um dies zu vermeiden, sollten die Tiefkühltruhe oder das Gefrierfach auf konstant −18 °C eingestellt sein. Temperaturschwankungen entstehen durch häufiges Öffnen oder wenn die Temperaturregelung fehlerhaft ist. Längerfristig eingelagerte Waren sollten hinten im Gefrierfach bei geringster Temperatur lagern, nicht an der Tür. Die maximale Lagerdauer hängt vom Fettgehalt ab — magere Produkte halten länger als fette. Gemüse und Obst, die vorher blanchiert wurden, halten deutlich länger. Richtig verpackte Lebensmittel haben ein minimales Risiko für Frostbrand.
Auftauen richtig durchführen — Sicherheit und Geschmack
Das Auftauen ist genauso wichtig wie das Einfrieren. Zu schnelles Auftauen bei Raumtemperatur fördert das Bakterienwachstum. Fleisch und Fisch sollten immer im Kühlschrank auftauen, was längere Zeit (4-24 Stunden) dauert, aber die Qualität bewahrt. Die Auftauflüssigkeit sollte aufgefangen werden — sie enthält viele Keime und Nährstoffe. Nach dem Auftauen sollten Fleisch und Fisch innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden. Gemüse, das vor dem Einfrieren blanchiert wurde, kann direkt aus dem Gefrierer in kochendes Wasser gegeben werden. Obst sollte langsam auftauen und währenddessen mit Zuckerwasser beträufelt werden, um die Farbe zu bewahren. Brot und Backwaren können direkt nach dem Auftauen gegessen werden.
Tiefkühlschrank regelmäßig warten und Energie sparen
Ein gut gepflegter Tiefkühler verbraucht weniger Strom und lagert Lebensmittel besser. Zwei- bis dreimal pro Jahr sollte der Tiefkühler komplett abgetaut werden, besonders wenn sich sichtbare Eisschichten bilden. Diese Eisschichten isolieren schlechter, also wird mehr Energie verbraucht. Beim Abtauen sollte das Gerät ausgesteckt werden — die Lebensmittel kommen in eine Kühlbox mit Kühlakku. Anschließend das Eis mit einem Kunststoffschaber entfernen, danach auswischen und wieder einräumen. Achten Sie auch auf die Türdichtung — ist diese nicht dicht, geht Kälteleistung verloren. Regelmäßiges Abstauben der Rückseite des Geräts verbessert ebenfalls die Effizienz. Mit diesen einfachen Maßnahmen sparen Sie Strom und erhöhen die Haltbarkeit Ihrer eingefrorenen Lebensmittel.


