Gewürze kurz vorgestellt

Gewürze geben einem Gericht oder Getränk erst den richtigen „Kick“. Doch welche Gewürze gibt es und wie verwendet man sie richtig? Das und mehr erfahren Sie in unserem kleinen Gewürzlexikon.

Verschiedene Gewürze
Wissenswertes über Gewürze und ihre Verwendung - Symbolbild: © Alexander Raths

Beliebte Gewürze

Aus unserem Gewürzlexikon stellen wir Ihnen hier die ersten Gewürze ausführlich vor - weitere folgen nach und nach.

Wissenswertes über Gewürze

Gewürze sind Pflanzen oder Teile von Pflanzen, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe zum Verfeinern von Speisen verwendet werden. Einige Küchenkräuter steigern auch die Bekömmlichkeit von Speisen, andere wirken appetitanregend, regen die Verdauung an oder verstärken den Geschmack.

Heute finden wir im Supermarkt oder im Gewürzfachgeschäft bestimmt einige 100 Gewürzsorten. Im Mittelalter gehörten Gewürze zu den begehrtesten Handelswaren. Einige wurden zeitweise mit Gold aufgewogen.

Steht man heutzutage im Supermarkt vor dem Gewürzregal, kann einem schon schwindelig werden. Da gibt es neben den üblichen Gewürzen wie Majoran, Thymian, Salbei, Curry oder Kümmel auch eine Vielzahl an Würzmischungen für die verschiedensten Gerichte. Es finden sich Mischungen für Fisch, Brathähnchen oder Nudelsauce. Bei diesen Würzmischungen sollte man aber lieber mal genauer hinschauen, welche Gewürze überhaupt gemischt wurden.

Verschiedene Gewürze
Das sollte man über Gewürze wissen - Foto: © monticellllo

Was sollte man beim Kauf von Gewürzen beachten?

Kaufen Sie immer nur kleine Mengen. Wenn möglich im „Ganzen“ - besser man mahlt oder reibt die Gewürze erst kurz vor dem Verzehr. So behalten sie lange das ganze Aroma. Denn umso feiner ein Gewürz gemahlen ist, desto leichter verflüchtigen sich die ätherischen Inhaltsstoffe.

Wie bewahrt man Gewürze auf?

Bewahren Sie Gewürze möglichst trocken und in einem luftdicht zu verschließenden Gefäß auf. An feuchter Luft können Küchengewürze klumpen oder sogar schimmeln. Achten Sie auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum! Meist sind Gewürze über Monate haltbar, aber gerade solche Würzmittel, die man nur selten braucht, kommen schnell an das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Gewürze richtig verwenden

Man sollte Gewürze nie in heißes Fett geben. Sie brennen an, werden bitter und ungenießbar. Gewürze, die man mitkocht, kann man in ein kleines Mullsäckchen oder einen Papierfilter geben. So kann man sie vor dem Servieren leichter wieder entfernen. Verwenden Sie ein neues Gewürz, dessen Geschmack Ihnen noch nicht bekannt ist, geben Sie es vorsichtig dazu und schmecken ab. Denn es wäre schade, das Gericht durch ein Zuviel an Gewürz zu verschandeln.

Die teuersten Gewürze

Zu den teuersten Gewürzen gehören zum Beispiel Safran, Vanille und Kardamom. Unangefochten belegt Safran den ersten Platz. Denn dieses Gewürz ist handverlesen und kostet zwischen 3000 und 14000 Euro pro Kilo. Auf Platz zwei ist die Vanilleschote. Echte Vanille wird in einem Glasröhrchen verkauft, das einem schon den Eindruck von Exklusivität vermittelt. Bei Vanille ist der Preis recht hoch, da das Bestäuben der Vanille-Orchidee meist Handarbeit ist und die Orchidee nur einmal für vier Stunden blüht. Auf dem dritten Platz ist Kardamom - ein Gewürz, das viele aus der Weihnachtsbäckerei kennen. Es entstammt ursprünglich der indischen Küche und wird bei Currygerichten und in Tees verwendet. Der Kilopreis liegt bei ca. 60 Euro, da auch hier Handarbeit nötig ist. Die Kardamomkapseln müssen alle von Hand geerntet, anschließend getrocknet und handverlesen verpackt werden.

Würzmischungen selbst zusammenstellen

Wer gerne experimentiert, kann sich Gewürzmischungen ganz nach persönlichem Geschmack zusammenstellen. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Man weiß genau, welche Zutaten darin sind, kann die Frische garantieren und spart oft auch noch Geld. Ein Klassiker ist die italienische Kräutermischung aus Oregano, Basilikum, Thymian und Rosmarin. Für Fleischgerichte funktioniert die Kombination von Paprika, Knoblauch, Pfeffer und Thymian hervorragend. Auch orientalisch geht es mit Kreuzkümmel, Koriander, Kardamom und Muskatnuss zu. Ein universelles Geheimnis: Wer jeder Mischung ein klein wenig getrocknete Chilischote hinzufügt, verleiht ihr einen interessanten Hauch Schärfe. Die selbst zusammengestellten Mischungen sollten dunkel und luftdicht gelagert werden. So halten sie etwa ein halbes Jahr und verlieren nicht an Aroma.

Frische Kräuter versus getrocknete Gewürze

Frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch und Basilikum sollten eher am Ende der Garzeit hinzugefügt werden, damit sie nicht zu viel von ihrem Aroma verlieren. Getrocknete Gewürze hingegen entfalten sich besser, wenn man sie früher hinzufügt und sie zusammen mit den anderen Zutaten garen kann. Das ermöglicht eine bessere Verteilung der Aromen im Gericht. Frische Kräuter sind milder, getrocknete Gewürze deutlich intensiver - als Faustregel gilt: Von getrockneten Kräutern braucht man etwa ein Drittel bis ein Viertel der Menge, die man von frischen Kräutern nehmen würde. Auch die Lagerung ist unterschiedlich: Frische Kräuter gehören am besten ins Eisfach oder in feuchte Tücher gewickelt in den Kühlschrank. Getrocknete Gewürze mögen es dunkel, kühl und trocken.

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