Wissenswertes über Spargel

Hier finden Sie Wissenswertes über Spargel wie z. B. die Inhaltsstoffe und Tipps für die Zubereitung. Natürlich haben wir auch einige leckere Spargelrezepte!

Weißer Spargel
Leckere Spargelrezepte und viele Infos - Symbolbild: © ewa kubicka

Spargel-Themen im Überblick

Aus Spargel kann man viele leckere Gerichte zaubern - er kann mehr sein als eine Beilage! Erfahren Sie außerdem, wie man Spargel richtig lagert und schonend zubereitet.

Spargel: Wissenswertes rund um das Stangengemüse

Jedes Jahr im Frühling beginnt die Zeit der Spargelgerichte. Kleine Hütten am Wegesrand, die typischen Felder mit ihren sandigen Wällen und zahlreiche Erntehelfer bestimmen dann das landschaftliche Bild in einigen Regionen. Dass der Gemüsespargel (Asparagus officinalis L.) nur eine von rund 220 Asparagus-Arten ist, wissen die meisten Spargelfans trotz ihrer Begeisterung nicht. Wer sich genauer mit Spargel beschäftigt, entdeckt weitere spannende Details.

Frische erkennen - der Bruchstellen-Test

Ein einfacher Trick verrät, ob der Spargel wirklich frisch vom Feld kommt: Halten Sie eine Stange an beiden Enden und biegen Sie sie sanft. Frischer Spargel bricht mit einem feinen Knackgeräusch. Das liegt daran, dass die Stange noch voll Wasser ist. Alte Ware lässt sich nur schwer oder gar nicht brechen, sie wird stattdessen einfach nur biegen. Beim Bruchtest entsteht automatisch auch die ideale Schnittstelle - alles Holzige fällt einfach weg, und Sie erhalten sofort den Rohling für die Küche.

Spargelsaison: April bis 24. Juni

Von Anfang April bis zum Johannistag (24. Juni) ist Hochsaison. Die Landwirte erzielen in dieser Zeit die besten Erträge. Nach dem 24. Juni legen sie ihre Felder still und gönnen den Pflanzen eine Regenerationspause, damit diese im nächsten Jahr wieder kräftig austreiben. Dieser Rhythmus hat sich über Generationen bewährt. In dieser relativ kurzen Zeit sollte man als Hobbykoch kräftig zugreifen. Der regionale Spargel ist nicht nur günstiger, sondern schmeckt auch intensiver als importierte Ware aus südlicheren Gefilden.

Was ist Spargel überhaupt?

Bei jenen Spargelstangen, die zwischen Frühling und Frühsommer auf den Tellern liegen, handelt es sich um Sprossachsen der Spargelpflanze, die beschnitten werden, bevor sie Blüten ausbilden. Hier muss außerdem zwischen grünem und weißem Spargel unterschieden werden, denn grüner wächst oberhalb und weißer unterhalb der Erdoberfläche. (Unterschied zwischen grünem und weißem Spargel)

Das ursprüngliche Zuhause des Gemüsespargels sind Süd- sowie Mitteleuropa, Vorderasien und Nordafrika. Hier gedeiht das Gemüse mitunter wild an den Ufern von Flüssen. Für die Versorgung des Menschen reicht wilder Spargel aber selbstverständlich nicht aus, weshalb Landwirte jährlich viele Tonnen ernten und verkaufen. Übrigens: Der weltweit größte Spargelproduzent ist die Volksrepublik China - hier werden pro Jahr rund 7,9 Millionen Tonnen des Gemüses geerntet. Deutschland liegt mit etwa 133.000 Tonnen jährlich auf Platz vier der Weltrangliste.

Der Anbau und die Ernte von Spargel

Entscheidet sich ein Landwirt für den Anbau von Spargel, muss er direkt mehrere Entscheidungen treffen. Zunächst steht die Wahl zwischen weißem sowie grünem Spargel an. Hiernach wählen die Verantwortlichen eine zum Vorhaben passende Sorte aus. Für weißen Spargel werden die Sprossachsen mit Erdwällen überschüttet, um gut geschützt vor Tageslicht zu sein. Grüner Spargel kann ohne diese charakteristischen Erdwälle gedeihen. Der Boden auf dem Feld sollte sandig und eher trocken sein - Staunässe mag Spargel gar nicht.

Bei der Ernte von Spargel wird jede Stange mit einem speziellen Stechmesser abgeschnitten und in eine Kiste gelegt. Die gesammelten Stangen gelangen dann zur nächsten Station, wo Mitarbeiter sich um das Sortieren kümmern. Unversehrte, gleichmäßige Stangen gelten als besonders hochwertig, während Bruchspargel eine geringere Klasse erhält. Dies ist wichtig, um passende Preise auszeichnen zu können. Interessant: Nicht selten werden Spargelwälle mit Folie abgedeckt. Ist diese weiß, soll dies die Hitze im Wall verringern und das Spargelwachstum bremsen. Ist die Folie schwarz, wird es im Wall wärmer und der Spargel gedeiht zügiger.

Regionaler Spargel: meist schmackhafter

Während der Spargelsaison ist es in vielen Regionen Deutschlands recht leicht, an die leckeren Stangen zu kommen. Abseits der Saison wiederum kommt Spargel meist aus dem wärmeren Ausland und hat entsprechend lange Reisen hinter sich. Beim Gemüsespargel aber gilt: Je frischer, desto besser. Zwischen Ernte und Genuss sollte folglich möglichst wenig Zeit vergehen, um den Genussfaktor nicht zu verringern. Aus diesem Grund spricht vieles für den regionalen Kauf bei einem Landwirt ganz in der Nähe. Ist der Spargel dann einmal zu Hause angekommen, sollte er fachgerecht gelagert werden, um sich noch ein Weilchen zu halten. Interessant dabei ist, dass die Lagerung von grünem und weißem Spargel unterschiedlich erfolgen sollte.

Inhaltsstoffe von Spargel pro 100 g

  • 20 kcal
  • Wasser: 92,04 g
  • Eiweiß: 2,26 g
  • Kohlenhydrate: 0,47 g
  • Fett: 0,4 g
  • Calcium: 0,31 g
  • Vitamine: A, B1, B2, B6, C, E

Mehr über die Inhaltsstoffe von Spargel.

Spargel in der Küche: große Vielfalt

Spargel kann auf verschiedenste Weisen zubereitet werden. Vom einfachen Kochen über nährstoffschonendes Blanchieren bis hin zum Garen auf dem Grill sind der Kreativität während der Spargelsaison kaum Grenzen gesetzt. Auch roh kann Spargel durchaus ein Genuss sein.

Gesundheitlich betrachtet lohnt es sich, während der Spargelsaison mehrmals zuzugreifen. Spargel ist reich an verschiedenen Mikronährstoffen wie Kalium, Calcium, Magnesium sowie Zink und kommt mit den Vitaminen C sowie E ausgestattet daher.

Dass sich beim Toilettengang nach Spargelgenuss ein seltsamer Geruch einstellt, liegt übrigens an der Asparagusinsäure, die bei vier von zehn Menschen in verschiedene schweflige Substanzen umgewandelt wird. Diese Erscheinung verschwindet ganz von alleine wieder und stellt keine gesundheitliche Gefahr dar.

Typische Koch-Fehler vermeiden

Viele Hobbyköche machen beim Spargelkochen die gleichen Anfängerfehler. Der häufigste ist wohl, den Spargel zu lange im Wasser zu lassen. Schon nach 15 bis 20 Minuten bei weißem Spargel (10-15 Minuten bei grünem) ist die Stange gar und sollte aus dem Topf. Zu lange Kochzeiten machen das Gemüse weich und faserig. Ein zweiter Fehler: zu wenig Würzung. Spargel braucht Salz und eine Prise Zucker im Kochwasser - das hebt das feine Aroma. Ein dritter Fehler: falsche Beilagen wählen. Nicht jede Sauce passt zu jeder Spargelsorte. Mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln liegen Sie klassisch richtig.

Regionale Spargelsorten entdecken

Deutschland hat einige berühmte Spargelanbauregionen. Der Beelitzer Spargel aus Brandenburg gilt vielen als der beste - feiner, aromatischer, fast süßlich im Geschmack. Die Schwetzinger Sorte aus der Pfalz ist ebenfalls hochwertig und etwas kräftiger im Aroma. In vielen Regionen gibt es lokale Sorten, die nur dort angebaut werden und mit denen es sich zu experimentieren lohnt. Kaufen Sie beim Erzeuger direkt - dort bekommen Sie oft noch Tipps zur Sorte und zur optimalen Zubereitung.