Warum blanchiert man Möhren?
Bei dieser Zubereitungsart handelt es sich um eine möglichst schonende Möglichkeit, bei der Möhren nur sehr kurz in kochendem Wasser gegart und anschließend sofort abgeschreckt werden. Im Ergebnis bleiben angenehm bissfeste Stücke, die nicht zu weich sind und daher gut in Salate passen. Das Blanchieren bietet sich an, wenn Möhrensalate zubereitet werden sollen. Das liegt vor allem daran, dass die gegarten Stücke nach dem Bad in heißem Wasser abgeschreckt werden und dementsprechend kalt sind. Auch vor dem Einfrieren lohnt sich das Blanchieren von Möhren, denn so lassen sich eventuelle Keime und Mikroorganismen von der Oberfläche entfernen.
Die Vorbereitung
Vor dem Blanchieren der Möhren müssen diese zunächst sorgfältig unter warmem, fließendem Wasser gewaschen werden. Eventuelle Erdreste und Ablagerungen sollten am Schluss vollständig entfernt sein. Hiernach können große Möhren geschält werden, um das Ergebnis optisch ein wenig aufzuwerten. Bei eher schmalen und jungen Möhrchen ist das Schälen nicht zwingend erforderlich, sie können mit einer Bürste vorsichtig abgerieben werden. Im Anschluss an die Reinigung werden die Möhren geschnitten. Hierbei bieten sich unterschiedliche Formen an, wobei die letztendliche Entscheidung vor allem von der späteren Verwendung abhängt.
Möhren können folgendermaßen geschnitten werden:
- in Stifte
- in Scheiben
- in Viertel
Wie Möhren blanchieren?
Nachdem die Möhren vorbereitet wurden, folgt das eigentliche Blanchieren. Dazu benötigen Sie:
- einen Topf
- eine Schüssel
- einen Schaumlöffel
- ein Sieb
Wie lange Möhren blanchieren?
Der Topf wird mit Wasser befüllt, die Schüssel ebenfalls. Nun wird das Wasser im Topf auf dem Herd zum Kochen gebracht, während das kalte Wasser in der Schüssel zusätzlich mit Eiswürfeln angereichert wird. Sobald das Wasser im Topf kocht, werden die Möhrenstücke hineingegeben und lediglich zwei Minuten lang gegart. Sofort nach Ablauf dieser kurzen Zeit sollten sie mit Hilfe des Schaumlöffels aus dem Topf genommen und in das Eiswasser gegeben werden. Hier verbleiben sie ebenfalls für zwei Minuten, bevor sie schließlich in das bereitgestellte Sieb abgeschüttet werden können. Die Möhren sind nun blanchiert und vollständig kalt, weshalb sie direkt weiterverwendet werden können.
Blanchieren für verschiedene Verwendungszwecke
Die klassische Blanchier-Zeit von 2 Minuten ist ein guter Ausgangspunkt, aber je nach Vorliebe und späterer Nutzung lässt sich hier variieren. Für Salate, die eine festere Bissfestigkeit aufweisen sollen, können Sie die Zeit sogar auf 1,5 Minuten reduzieren. Für Tiefkühl-Vorräte empfehlen sich die vollen 2 Minuten, da dies ausreichend Enzyme inaktiviert und die Haltbarkeit deutlich verlängert. Besonders dicke Möhrenstücke oder ganze kleine Möhren dürfen auch 2,5 bis 3 Minuten im Wasser verbringen, ohne dabei weich zu werden. Achten Sie darauf, dass das Eiswasser bei jedem Durchgang kalt genug bleibt — tauschen Sie es ggf. aus, damit der Abschreck-Effekt optimal wirkt.
Nach dem Blanchieren: Lagerung und Weiterverarbeitung
Blanchierte Möhren lassen sich vielseitig einsetzen: Als schnelle Salatkomponente können sie unmittelbar nach dem Abkühlen verarbeitet werden, mit nur wenig Essig-Öl-Dressing erhalten sie bereits einen vollständigen Geschmack. Wer die blanchierten Stücke einfrieren möchte, sollte sie nach dem Abtropfen in einem flachen Behälter kurz anfrieren lassen und anschließend in Portionen verteilt lagern — so bekommt man später nur die benötigte Menge aus dem Gefrierer. Im Kühlschrank halten blanchierte Möhren etwa 4 bis 5 Tage in einem luftdichten Behälter. Ein Trick für besondere Gerichte: Blanchierte Möhren können kurz vor dem Servieren in einer Pfanne mit Butter oder Öl durchgewärmt werden — das reaktiviert den Geschmack und gibt ihnen noch mehr Tiefe.


