Anleitung zum Möhren einkochen
Beim Einkochen werden die Möhren in Gläsern erhitzt, sodass ein Vakuum entsteht und der Inhalt viele Monate haltbar bleibt. Wichtig sind dabei saubere Gläser und genaues Arbeiten - dann klappt die Vorratshaltung.
Die Vorbereitungen zum Karotten einkochen
Beim Karotten einkochen lohnt es sich, die wichtigsten Arbeiten so weit vorzubereiten, dass der letztendliche Kochvorgang möglichst hygienisch und ohne Durcheinander erfolgen kann.
- Die Möhren vorbereiten: Zunächst gilt es, die Möhren gründlich unter warmem Wasser abzuwaschen, anschließend zu schälen und dann noch einmal zu waschen. Auf einem sauberen Brett sollten nun Stücke mit einer Größe von maximal einem Zentimeter geschnitten werden. Es empfiehlt sich, die Möhrenstücke im Anschluss zu blanchieren (siehe Anleitung Möhren blanchieren) und nach dem Abschrecken in einem Sieb abtropfen zu lassen.
- Die Gläser: Gläser für das Einkochen müssen hitzebeständig sein und dicht verschlossen werden können. Vor dem Einmachen sollten sie gründlich mit heißem Wasser gesäubert und mit einem passenden Dichtring ausgestattet bereitstehen.
- Topf mit Wasser & Salz: Die Möhren werden in Salzwasser eingekocht. Hierfür wird ein Topf mit Salz und Wasser befüllt. Vor dem Befüllen der Gläser muss das Wasser zum Kochen gebracht werden.
- Der Topf oder Einkochautomat: Die verschlossenen Gläser werden vollständig von Wasser bedeckt eingekocht. Hierfür bietet sich entweder ein Einkochautomat oder auch ein ausreichend großer, mit Wasser befüllter Topf im Ofen an. In jedem Fall sollte so viel Wasser enthalten sein, dass die Gläser voll und ganz bedeckt sind. Das Wasser sollte schon vor dem Start auf rund achtzig Grad erhitzt und auf dieser Temperatur gehalten werden.
Die Möhren einkochen
- Sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, werden die blanchierten Möhrenstücke in die Gläser gegeben und diese anschließend bis etwa drei Fingerbreit unter dem Rand mit kochendem Salzwasser aufgefüllt. Die Möhrchen sollten vollständig unter Wasser liegen.
- Nun wird die Temperatur in Topf oder Einkochautomat auf 100 Grad erhöht. Die Gläser sollten zeitgleich mit Dichtring und Deckel verschlossen werden.
- Sobald das Wasser im Topf oder Einkochautomat die gewünschte Temperatur erreicht hat, werden die Gläser hineingestellt und verbleiben etwa 90 bis 120 Minuten im Topf. Nach Ablauf der Zeit dürfen die Gläser im Wasser noch ein klein wenig abkühlen, werden dann herausgenommen und kühlen unter einem Handtuch vollständig aus.
- Auf diese Weise eingekocht sind die Möhren etwa ein Jahr lang haltbar. Sie sollten dunkel und möglichst kühl gelagert werden.
Extra-Tipp: Gewürze
Beim Einkochen von Möhren bietet es sich an, auch mit Gewürzen zu arbeiten. So können verschiedene, leicht aromatisierte Sorten zubereitet werden, die dann in der kreativen Küche zum Einsatz kommen. Dem Salzwasser hinzugegeben werden können beispielsweise Thymian, Rosmarin, Lorbeerblätter, Ingwer oder auch Zitronenmelisse.
Eingekochte Möhren lagern
Die Gläser mit den eingekochten Möhren sollten abschließend beschriftet werden. (Was ist im Glas enthalten? Wann eingekocht?) Am besten lagert man die Gläser dann in Regalen im Keller oder in einem abgedunkelten Raum.
Tipp: Wer viel einkocht, sollte sich ein Verzeichnis anlegen, um den Überblick zu behalten. Sortieren Sie frisch Eingekochtes am besten immer hinten ein und holen Sie Gläser, die schon länger im Regal stehen, nach vorn.
Sichere Einmachpraxis und Hygiene
Ein häufiger Anfängerfehler beim Einkochen ist schlechte Hygiene. Alle Utensilien, Gläser und Werkzeuge müssen steril sein. Ein Durchgang in der Spülmaschine bei über 70 Grad ist ausreichend, oder das traditionelle Auskochen mit kochendem Wasser. Das Einmachgut sollte frisch sein und keine Druckstellen aufweisen. Die Deckel müssen einwandfrei funktionieren — bei älteren Deckeln lieber zweimal kontrollieren, ob sie noch brauchbar sind. Diese Sorgfalt beim Einkochen ist essentiell, um Botulismus und andere Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden.
Aroma und Geschmack beim Einmachen bewahren
Damit eingemachte Möhren nicht ihren Geschmack verlieren, sollte man auf hochwertige Zutaten setzen. Frisches, biologisches Salz und gutes Wasser sind wichtig. Einige Hobbyköche schwören auf einen Spritzer Apfelsaft zum Salzwasser — das hebt das natürliche Möhrenaroma hervor. Auch die Größe der Schnittstücke ist entscheidend: zu kleine Stücke können beim Einkochen zu matschig werden, zu große sind weniger praktisch beim späteren Gebrauch. 1 bis 2 Zentimeter Größe haben sich bewährt. Nach dem Erkalten sollten alle Gläser gründlich durchgekühlt sein, bevor sie ins Lager kommen.

