Wissenswertes über Möhren

Wissenswertes über Möhren wie z. B. die Inhaltsstoffe, leckere Möhren-Rezepte und Tipps für die Lagerung und Zubereitung haben wir hier zusammengestellt.

Frische Bundmöhren
Frische Bundmöhren gibt es im Frühling - Symbolbild: © margo555

Möhren - ein knackiges Frühlingsgemüse

Für eine gesunde Ernährung lohnt sich der Blick auf die Möhre: Was steckt drin, wie lagert man sie richtig und wie bereitet man sie schonend zu? In diesen Bereichen finden Sie die Antworten.

Möhren sind gesund

Möhren - oft auch Karotte, Rüebli, Gelbrübe, Gelbe Rübe, Mohrrübe, Riebli oder Wurzel genannt - sind eine Gemüsepflanze aus der Familie der Doldenblütler. Im Mittelmeerraum und einigen anderen Erdteilen gibt es ca. 25 Arten von Möhren. In Mitteleuropa gibt es eigentlich nur die Wilde Möhre. Das ist die, die man im Supermarkt kaufen kann. Man hat sie, wie vieles andere, einfach so gezüchtet, dass sie schmeckt.

Möhren enthalten das Vitamin A. Das ist vor allem für die Augen wichtig, damit man Hell-Dunkel-Sehen und Farbsehen kann. Außerdem schützt es die Haut vor der Sonne. Das in Möhren enthaltene Betacarotin soll auch vor Krebs schützen.

Inhaltsstoffe von Möhren pro 100 g

Nährwert Wasser Eiweiß Kohlenhydrate Fett Calcium Vitamine
26 kcal / 109 kJ 88,2 g 0,98 g 4,8 g 0,2 g 35 mg B1, B2, B6, C, E

Tipps und Tricks

Möhren kaufen
Möhren kann man das ganze Jahr über kaufen. Freilandmöhren gibt es aber nur von Juni bis November. Bundmöhren (also die mit dem grünen Kraut) schmecken zart und zuckerig, Waschmöhren (die ohne Kraut) süß-aromatisch. Die Frische erkennen Sie am lauten Knacken. Auch sollte das Grün noch Saft enthalten. Des Weiteren sollten die Möhren ein kräftiges Orange aufweisen.

Lagerung
Möhren sollte man im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. (Nicht waschen, sonst werden sie braun!) Das Kraut sofort entfernen, da es den Möhren sonst Saft und Nährstoffe entzieht.

Haltbarkeit
Bundmöhren halten sich 1 bis 2 Tage, Waschmöhren ungefähr 1 bis 2 Wochen.

Möhren einfrieren
Damit die Möhren noch länger halten, kann man sie einfrieren. Dazu die Möhren waschen, schälen, klein schneiden, drei Minuten blanchieren und in eine Gefriertüte tun. So halten die Möhren 8 bis 10 Monate im Tiefkühlfach. (Nicht vergessen, Inhalt und Datum auf die Tüte zu schreiben!)

Karotten kochen
Karotten sind auch eine beliebte Beilage. Gekochte Möhren schmecken besser, wenn man zum Kochwasser etwas Apfelsaft gibt. Das hebt den Geschmack noch etwas hervor.

Warenkunde: Was macht Möhren so besonders

Möhren gehören zu den Wurzelgemüsen mit dem höchsten Betacarotin-Gehalt. Dieses natürliche Pigment verleiht ihnen nicht nur die typische orange Farbe, sondern wird im Körper auch zu Vitamin A umgewandelt. Das ist essentiell für die Augengesundheit und das Immunsystem. Rohe Möhren enthalten dabei sogar noch mehr Mikronährstoffe als gekochte Varianten, auch wenn das Beta-Carotin durch die Wärmezufuhr besser bioverfügbar wird. Wer regelmäßig Möhren isst - egal ob roh oder gegart - tut seinem Körper etwas Gutes. Ernährungsexperten empfehlen etwa 150 Gramm Gemüse pro Tag, Möhren sind dabei eine ideale Wahl.

Sorten und Geschmacksprofile

Die klassische orange Möhre kennt jeder, doch im Handel finden sich zunehmend auch gelbe und violette Sorten. Während die gelben Möhren milder und dezenter im Geschmack sind, überzeugen die violetten durch ein besonders intensives, fruchtiges Aroma. Sie schmecken etwas süßer als ihre orange Verwandten und eignen sich hervorragend für Rohkost und Salate. Das Schneiden dieser farbigen Sorten offenbart schöne Strukturen und macht den Teller deutlich interessanter. Kleine, zarte Bundmöhren aus Frühjahr und Frühsommer haben ein mild-süßliches Aroma, das perfekt für Dampfgaren oder leichte Dünstmethoden geeignet ist.

Häufige Zubereitungsfehler vermeiden

Ein klassischer Fehler beim Möhrenkochen ist das zu lange Dünsten oder Kochen. Dadurch werden sie schnell mehlig und verlieren ihr knackiges Aroma. Auch das Schälen vor dem Kochen ist oft unnötig - bei jungen Möhren genügt ein gutes Abbürsten unter fließendem Wasser. Zu große Stücke führen zu ungleichmäßigem Garen, kleine Schnitte geben dagegen die Nährstoffe schneller ans Kochwasser ab. Ein weiterer Tipp: Salz erst nach dem Garen hinzufügen, da es den Garprozess beeinflusst. Wer Möhren roh essen möchte, sollte sie gründlich waschen und am besten schälen, um eventuelle Pestizidrückstände zu minimieren.