Wie lange muss Blumenkohl kochen? Und weitere Fragen
Blumenkohl zubereiten ist sehr einfach. Die reichhaltigen Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Folsäure oder Kalium, aber auch die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten machen es lohnenswert, Blumenkohl häufiger auf den Speiseplan zu nehmen.
Blumenkohl zubereiten - so geht es einfach
Schon vor dem eigentlichen Zubereiten des Blumenkohls gibt es einige Dinge zu beachten:
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Meistens bekommen wir weißen Blumenkohl zu kaufen. Idealerweise kauft man Blumenkohl frisch und verarbeitet ihn rasch weiter. Lagern lässt er sich dunkel im Kühlschrank für maximal 7 Tage. Die Blätter sollten Sie vor dem Einlagern entfernen, sie entziehen dem Kohl Wasser. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, dass der Kohl keine braunen oder dunklen Stellen hat. Er sollte sehr fest und hart sein. Lässt er sich bereits leicht biegen oder sind die Blätter des Kohls sogar gelblich verfärbt bzw. welk, ist der Kohl nicht frisch. Alternativ können Sie auch zu Blumenkohlröschen als Tiefkühlprodukt greifen.
Blumenkohl putzen
Zunächst muss der Blumenkohl vor der Zubereitung geputzt und gesäubert werden. Dies ist recht einfach, denn es werden lediglich die Blätter direkt am Strunk entfernt und der Kohl von unten unter fließendem Wasser gewaschen, sodass das Wasser direkt in den Kohl laufen kann. Sie haben die Wahl, den Blumenkohl als Ganzes zuzubereiten oder zerteilt. Wird der komplette Kohlkopf in einem Stück gekocht, sollten Sie für ein gleichmäßiges Garen den Strunk kreuzweise einschneiden. Schneller fertig ist der Blumenkohl, wenn er vorher in kleine Röschen geschnitten wurde. Möchten Sie später das Kochwasser des Blumenkohls, welches wertvolle Inhaltsstoffe enthält, weiterverwenden, können Sie den Strunk des Kohls kleinschneiden und mitkochen.
Wie kocht man Blumenkohl richtig?
Zum Blumenkohl kochen brauchen Sie nur Wasser, etwas Salz und evtl. etwas Gemüsebrühe.
Setzen Sie den Kohl mit Salzwasser zum Kochen an. Manche mögen es etwas herzhafter und verwenden Gemüsebrühe statt Salzwasser. Der Topf sollte dabei nicht zu klein gewählt werden und einen Deckel besitzen.
Wie lange muss Blumenkohl kochen? - Die Kochzeit
Bereiten Sie einen Blumenkohl am Stück zu, beträgt die Kochzeit bei mittlerer Hitze ca. 20, maximal 25 Minuten. Ein Einstechen mit dem Messer, ähnlich wie bei Kartoffeln, gibt Aufschluss, wie weich der Kohl bereits ist. Die einzelnen Röschen sind deutlich schneller gar. Dann beträgt die Kochzeit von Blumenkohl nur 10 bis 15 Minuten, bis die Röschen bissfest aus dem Wasser geholt werden können. Dafür eignet sich eine handelsübliche Schaumkelle. Sie hat gegenüber dem Abgießen durch ein Sieb den Vorteil, dass die Kochflüssigkeit für eine eventuelle Weiterverarbeitung erhalten bleibt. Ein kurzes Abschrecken des Kohls unter kaltem Wasser unterbricht den Garvorgang.
Geruch beim Blumenkohl zubereiten vermeiden
Wenn nur der Geruch beim Blumenkohl kochen nicht wäre ... So gern viele Menschen Blumenkohl essen: Es ist und bleibt ein Kohlgemüse, das bei der Zubereitung entsprechend riecht. Um den Kohlgeruch beim Kochen zu minimieren, hilft bereits ein Schuss Milch oder etwas Zitronenschale im Kochwasser. Früher wurden dem Wasser auch Brotrinden zugefügt. Wenn Sie der Geschmack nicht stört, hilft überdies ein winziger Schuss Essig im Kochwasser. Wer eine Dunstabzugshaube über dem Herd hat, sollte diese anschalten. So wird das meiste des Geruchs abgezogen.
Das Servieren oder die Weiterverarbeitung
Es ist schier unglaublich, wie vielseitig Blumenkohl weiterverarbeitet werden kann. Meist dient er einfach nur als Beilage zu Fleisch, Fisch oder Geflügel und wird mit zerlassener Butter oder gerösteten Semmelbröseln serviert. Doch auch in Aufläufen, mit einer aus dem Kochwasser zubereiteten Béchamelsauce oder Suppe bzw. gebraten oder gebacken kommt der nahrhafte und leckere Kohl auf den Tisch. Wird er roh für 2 bis 3 Minuten in heißem Wasser blanchiert, lässt er sich zerteilt in Röschen auch sehr gut einfrieren und lagern.
Kochgeruch vermeiden
Der intensive Geruch beim Kochen von Blumenkohl rührt von Schwefelverbindungen her, die mit längerer Hitze entstehen. Praktisch: Man kann ihn minimieren. Lorbeerblätter ins Kochwasser zu geben, neutralisiert den Geruch sehr wirksam - zwei bis drei Blätter für einen mittelgroßen Kopf. Eine Handvoll Kümmel tut Ähnliches und gibt noch Geschmack dazu. Auch ein Stück Ingwer hilft. Das Wichtigste ist aber die Kochzeit: Überkochen ist der Hauptfeind. Je schneller man den Blumenkohl gar hat, desto weniger Schwefel entsteht. Zwölf bis fünfzehn Minuten für Röschen reichen völlig aus. Das Wasser sollte kochend sein, die Hitze dann auf mittelhoch gedrosselt werden, damit der Kohl gleichmäßig durchzieht. Nach dem Kochen schnell ablassen und raus aus dem Topf - je weniger Zeit der heiße Kohl im Wasserdampf verbringt, desto besser. Manche schwören auch darauf, beim Deckelkochen den Deckel leicht schräg zu halten, damit Dampf entweichen kann. Mit diesen Tricks bleibt die Küche deutlich geruchsfrei.
Garpunkt erkennen
Den richtigen Garpunkt beim Blumenkohl zu treffen, ist nicht schwer - man muss nur wissen, worauf man achtet. Eine Gabel, mit leichtem Druck angesetzt, sollte gerade eben ins Röschen gleiten, ohne durchzustecken. Dieser Punkt ist ideal: innen cremig, aber noch mit Biss, außen knackig werdend. Zu früh herausgeholt, ist der Kohl noch fasrig und unangenehm zäh. Zu lange drin, und er zerfällt und schmeckt mehlig. Das Innere des dicken Strunks ist das Letzte, das gar wird - wer Zweifel hat, testet dort mit der Gabel. Für ein Blanchieren oder für Suppen kann man ein bisschen weniger Zeit nehmen, für Gratins oder Überbackenes braucht es etwas mehr. Mit kaltem Wasser abschrecken nicht vergessen, wenn man den Blumenkohl später weiterverarbeiten möchte - das stoppt den Kochprozess sofort. Mit etwas Erfahrung wird man schnell ein Gefühl dafür bekommen und schafft immer die perfekte Konsistenz.
Blumenkohl im Ganzen garen
Wer Gäste beeindrucken möchte, kocht den Blumenkohl im Ganzen. Das sieht nicht nur beeindruckend aus, sondern funktioniert auch kulinarisch besser als einzelne Röschen. Der Kohl bleibt insgesamt saftiger, weil weniger Oberfläche der Hitze ausgesetzt ist. Der Strunk ganz unten braucht länger als die Röschen oben, daher sollte man den Kohl mit der Blütenseite nach oben und dem Strunk ins kochende Wasser hinein positionieren. So erreicht die Hitze von unten zuerst den Strunk, und oben wird es gleichzeitig gar. Gesamtdauer: etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten, je nach Größe des Kopfes. Mit Lorbeer und Salz ins Wasser, das ist wichtig. Zum Servieren kann man den Strunk rundherum mit einem scharfen Messer parieren, und der Kohl wirkt wie eine weiße, cremig-grüne Blume auf dem Teller. Mit aufgelöster Butter, gehackter Petersilie und Zitrone darüber wird daraus ein Klassiker. Die Gästereaktionen sind garantiert begeistert, und so schwierig ist es gar nicht.


