Wissenswertes über Blumenkohl

Hier finden Sie Wissenswertes über Blumenkohl wie zum Beispiel die Inhaltsstoffe, die Sortenvielfalt sowie Tipps für Einkauf, Lagerung und Zubereitung.

Frischer Blumenkohl
Gesunde Blumenkohl Rezepte und Tipps für die Zubereitung von Blumenkohl - Symbolbild: © Ekaterina Fribus

Blumenkohl ist vielseitig

Viele Menschen schätzen die überraschende Milde von Blumenkohl! Obwohl Blumenkohl beim Kochen einen deutlichen Kohlgeruch ausdünstet, haben seine schneeweißen Röschen nichts mit typischem Kohlgemüse gemein. Sie zergehen sanft auf der Zunge und verwöhnen den Gaumen mit einem sahnigen, weichen Aroma. Dieses Aroma kommt ganz besonders gut zur Geltung, wenn Blumenkohl mit einem deftigen Fleischgericht, einer buttrigen Soße oder einer krossen Panade zubereitet wird. Sehr schmackhaft sind auch Aufläufe und Suppen mit diesem leckeren Gemüse. Übrigens gibt es nicht nur den weißen Blumenkohl. Vor allem in Frankreich werden auch violette und grünliche Sorten angebaut. Eine spezielle Variante ist der Romanesco, der ursprünglich aus Italien stammt.

Blumenkohl ist gesund!

Blumenkohl - auch Karfiol, Käsekohl, Blütenkohl, Traubenkohl, Minarett-Kohl oder Italienischer Kohl genannt - ist ein sehr vitaminreiches Gemüse mit wenigen Kohlenhydraten.

Inhaltsstoffe von Blumenkohl pro 100 g

Nährwert Wasser Eiweiß Kohlenhydrate Fett Calcium Vitamine
28 kcal 91,02 g 2,46 g 2,34 g 0,28 g 22 mg B1, B2, B6, C, K

Tipps und Tricks

Worauf sollte man beim Kauf achten?
Beim Kauf ist darauf zu achten, dass der Blumenkohl keinerlei braune Verfärbungen aufweist und angenehm riecht. Die Blätter sollten noch fest um den Kohl anliegen und eine kräftige Grünfärbung aufweisen.

Lagerung
Blumenkohl kann man einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Am besten entfernt man vorher die grünen Blätter.

Blumenkohl einfrieren
Damit der Blumenkohl länger hält, können Sie ihn einfrieren. Schneiden Sie ihn in Röschen, waschen diese und blanchieren sie anschließend. Abkühlen lassen und in Gefrierbeutel füllen. (Nicht vergessen, Inhalt und Datum draufzuschreiben!) So hält er einige Monate im Tiefkühler.

Zubereitung von Blumenkohl

Blumenkohl - der in Österreich auch Karfiol genannt wird - gehört zu den Kreuzblütengewächsen und hat seine weiße Färbung den dicken grünen Blättern zu verdanken, die ihn vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und die Chlorophyllbildung verhindern. Wer dieses schöne Weiß beim Kochen erhalten möchte, sollte ein wenig Milch ins Kochwasser geben; andernfalls kann der Blumenkohl ins Gelbliche changieren, was den Geschmack aber nicht beeinträchtigt. Vor dem Kochen müssen die grünen Blätter und der dicke, kräftige Strunk entfernt werden. Die Kochzeit verringert sich, wenn der Kohlkopf in kleinere Röschen zerteilt wird. Wie lange der Blumenkohl gegart wird, ist Geschmackssache: Manche mögen ihn bissfest und knackig; andere lieben ihn, wenn er auf der Zunge zerfällt. Ein sanfteres Aroma entwickelt er jedoch bei längerer Kochzeit. Weitere Tipps zum Blumenkohl kochen.

Blumenkohl mit Soße

Wird der Blumenkohl als Gemüsebeilage zu einem Braten, Bratwurst oder Pfannkuchen mit Schinken serviert, verlangt er nach einer cremigen weißen Soße.

  • Dazu einen Blumenkohl in Salzwasser bis zur gewünschten Bissfestigkeit kochen und abgießen. Vorher ein bis zwei Tassen Kochwasser beiseitestellen.
  • Für die Sauce einen Esslöffel Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlaufen lassen und einen Esslöffel Mehl unter ständigem Rühren anschwitzen, bis es eine leicht bräunliche Färbung angenommen hat.
  • Nun unter weiterem Rühren das Kochwasser und etwas Milch einrühren, bis die Sauce sämig geworden ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken und über den Blumenkohl geben.
  • Noch feiner wird die Sauce, wenn man vor dem Servieren ein Eigelb unterhebt - hierbei darauf achten, dass die Hitze gering bleibt und das Eigelb nicht gerinnt!

Romanesco und bunter Blumenkohl

Wer denkt, Blumenkohl sei nur weiß, hat noch nicht genug Zeit auf dem Markt verbracht. Es gibt lila Sorten, die fast dunkelviolett wirken, orangefarbene Sorten mit warmem Ton und grüne Varianten wie den Romanesco, der eigentlich eine Blumenkohl-Brokkoli-Mischung ist. Der Romanesco hat das feintriebigere Röschen-Muster und schmeckt leicht süßlich und nussig - milder als weißer Blumenkohl. Die lilanen Sorten sind würziger und intensiver, fast erdiger. Orange schmeckt karamelliger. All diese bunten Varianten sind nicht einfach farblich interessanter, sondern bieten tatsächlich unterschiedliche Geschmacksprofile. Die Nährstoffverteilung unterscheidet sich auch: Lila Blumenkohl hat mehr Anthocyane, oranger mehr Betacarotin. Preislich kosten sie etwas mehr als der klassische Weiße, aber gerade im Sommer und Herbst lohnt es sich, ein paar Mal zuzugreifen und zu experimentieren. Auf dem Teller wirken sie auch deutlich interessanter und machen schlicht optisch mehr her.

Frischen Blumenkohl erkennen

Frischer Blumenkohl verrät sich auf den ersten Blick: Die Röschen sind dicht zusammen und fest, nicht auseinandergefallen oder brüchig. Die Farbe ist leuchtend - weiß, grün, orange oder lila, je nach Sorte, ohne Verfärbungen oder Flecken. Die Blätter rundherum sind knackig und grün, nicht welk oder gelb. Ein leichtes Drücken sollte zeigen, dass er noch Spannkraft hat. Der Geruch ist frisch vegetarisch, nicht muffig oder gärend. Ein zu weiches oder modriges Gewächs deutet auf Lagerungsschäden hin. Manchmal sieht man auch kleine schwarze Pünktchen auf den Röschen - das ist Pilzschorf, vollkommen harmlos, aber ein Zeichen dafür, dass der Blumenkohl schon länger lagert. Ideal ist, ihn innerhalb von ein bis zwei Tagen zu verarbeiten - je länger er im Kühlschrank liegt, desto müder wird er. Größe sagt nichts über Qualität aus, kleine Köpfe können genauso frisch sein wie große, manche Sorten sind eben einfach kleiner.

Die besten Begleiter in der Küche

Blumenkohl liebt es, von intensiven Aromen begleitet zu werden, denn der Kohl selbst ist recht mild. Muskat ist der Klassiker - eine Prise davon, und der Blumenkohl bekommt eine warme, nussige Tiefe. Kümmel passt hervorragend, besonders wenn der Kohl gedünstet wird. Käse ist ein wunderbarer Partner, egal ob als Käsesauce oder überbacken. Curry öffnet völlig neue Türen, besonders mit Kokosmilch kombiniert. Knoblauch und Zitrone ergeben zusammen eine feine, frische Variante. Parmesan über geröstete Röschen ist klassisch und unkompliziert. Auch Anchovis-Butter ist nicht zu unterschätzen - ein echtes italienisches Klassiker-Duo. Ingwer hilft, wenn man Blumenkohl bekömmlicher machen möchte, und Chili gibt ihm eine feurige Note. Fett ist wichtig - Blumenkohl ohne Öl oder Butter wirkt kahl. Mit diesen Gewürzen und Komponenten wird aus den neutralen Röschen wirklich etwas Ganzes.