Wie wird Reis gekocht?
Reis enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamin B, Kalium und Kalzium, aber auch Magnesium. Er eignet sich hervorragend für eine fettarme und cholesterinbewusste Ernährung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Reis zu kochen - im Topf oder im Reiskocher. Welche Methode sich anbietet, hängt vor allem von der Reissorte und dem gewünschten Ergebnis ab.
Wie lange Reis kochen?
Reis ist nicht zuletzt so vielseitig in der Zubereitung und im Geschmack, weil seine Sortenvielfalt die Küche bereichert. Hierzulande ist weißer polierter Reis am beliebtesten, so etwa als normaler Langkornreis oder Basmati-Reis. Patnareis beispielsweise enthält dank eines speziellen Verarbeitungsprozesses noch einen Großteil der Mineralstoffe und Vitamine, die sonst nur im Vollkornreis vorhanden sind. Je nach Sorte und Kornform braucht Reis eine andere Garzeit - meist zwischen 10 und 20 Minuten. Genaue Angaben dazu befinden sich immer auf der Verpackung.
Verschiedene Reissorten und ihre Gareigenschaften
- Basmati-Reis ist eine Langkornsorte mit feinem Aroma. Garzeit: 12-15 Minuten. Wasser-Reis-Verhältnis: 1:2. Der Reis quillt beim Kochen stark auf und bleibt dabei körnig.
- Jasmin-Reis ist aromatisch und fein. Garzeit: 12-15 Minuten. Wasser-Reis-Verhältnis: 1:1,5. Jasmin-Reis wird oft in der asiatischen Küche verwendet und hat ein feines Duftaroma.
- Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli) ist ein Mittelkornreis mit hohem Stärkegehalt. Garzeit: 18-20 Minuten, ständiges Rühren nötig. Wasser-Reis-Verhältnis: 1:3 bis 1:4 (schrittweise zugeben). Diese Sorten ermöglichen die typisch cremige Risotto-Konsistenz.
- Milchreis ist ein Rundkornreis. Garzeit: 40-50 Minuten (mit Milch). Das Verhältnis Reis zu Milch liegt bei etwa 1:4. Milchreis ist sehr anfällig zum Anbrennen und braucht regelmäßiges Rühren.
- Langkornreis/Parboiled Reis ist eine vielseitige Allround-Sorte. Garzeit: 10-12 Minuten (einfach kochen). Wasser-Reis-Verhältnis: 1:2. Diese Sorten sind robust und verzeihen auch mal kleine Fehler beim Kochen.
- Vollkornreis hat die Kleie noch drauf. Garzeit: 30-45 Minuten (erheblich länger!). Wasser-Reis-Verhältnis: 1:2,5. Vollkornreis ist nahrhafter, aber weniger häufig auf dem Esstisch anzutreffen.
Losen Reis kochen
Wer gern losen Reis kochen möchte, hat zwei Möglichkeiten: die Wasserreis- und die Quellreis-Methode.
- Die Wasserreis-Methode
Der lose Reis wird zunächst in einem Sieb mit kaltem Wasser gewaschen, bis das Wasser nicht mehr trüb ist. In einem Topf wird Wasser mit ein wenig Salz zum Kochen gebracht. Auf einen Teil Reis kommen 5 Teile Wasser, es werden also beispielsweise 200 g Reis und 1 Liter Wasser angesetzt. Nach ca. 15 bis 20 Minuten Kochen mit offenem Deckel ist ein Langkornreis gar und kann über einem Sieb abgegossen werden. - Die Quellreis-Methode
Wesentlich gesünder als Wasserreis ist die Quellreismethode, denn dabei gehen die wertvollen Inhaltsstoffe nicht über das Kochwasser verloren. Bei der Quellreiszubereitung wählt man nach Möglichkeit einen Topf mit Antihaftbeschichtung. Auf einen Teil Reis kommen zwei Teile gesalzenes Wasser. Beide Zutaten werden im Topf zum Kochen gebracht und ziehen dann bei geringer Hitze für 15 bis 20 Minuten mit geschlossenem Deckel weiter. Wichtig: Es darf keinesfalls umgerührt werden. Ist der Reis fertig, kann er mit einer Gabel aufgelockert werden. Im Idealfall hat der Reis die gesamte Flüssigkeit aufgesaugt.
Kochbeutelreis
Reis im Kochbeutel ist die einfachste Variante, um die hochwertigen Kohlenhydrate zuzubereiten. Den Kochbeutel für 10 bis 20 Minuten (je nach Sorte) im kochenden Salzwasser garen, anschließend aufreißen und servieren. Für einen besonderen Geschmack kann man dem Kochwasser auch ein Lorbeerblatt sowie etwas Instantbrühe beigeben.
Risottoreis kochen
Ein Risotto zuzubereiten, wagen nur wenige Kochanfänger. Dafür benötigt wird ein spezieller Risotto-Reis, bei dem es sich meist um einen Mittelkornreis handelt. Der Risottoreis wird in ein wenig Fett, zum Beispiel Olivenöl, angebraten, bis er glasig wird. Anschließend erfolgt das Aufgießen mit ein wenig Brühe. Damit ein Risotto nicht am Topfboden anhängt, muss es ständig umgerührt werden. Nach und nach kommt immer etwas Brühe hinzu. Nach 20 Minuten ist der Reis normalerweise schön weich und schmackhaft. Auf einen Teil Reis werden bei einem Risotto zwei Teile Wasser verwendet. Abgerundet wird das Reisgericht zum Beispiel durch ein wenig geriebenen Parmesan.
Milchreis kochen
Milchreis gehört zu den Lieblingsspeisen vieler Kinder und Erwachsener. Er kann als Hauptgericht oder Dessert serviert werden. Milchreis wird mit einem dafür vorgesehenen Rundkornreis zubereitet. Man setzt ihn am besten in einem Simmertopf an, da er schnell zum Anhängen neigt. Auf einen Teil Milchreis kommen vier Teile Milch, etwas Salz und ein wenig Zucker. Milchreis gart deutlich länger als normaler Langkornreis. Nach ca. 40 bis 50 Minuten ist das Gericht fertig und wird mit Kompott oder Zimt bzw. brauner Butter serviert.
Reis kochen im Reiskocher
Wer gern und oft Reis verzehrt, kann auch über die Anschaffung eines Reiskochers nachdenken. In diesen Geräten lässt sich der Reis ganz einfach zubereiten. Einfach die entsprechenden Mengen an Wasser und Reis einfüllen, das passende Programm wählen und warten. Die Kochdauer beträgt je nach Sorte auch hier 10 bis 20 Minuten. Viele Reiskocher schalten sich automatisch ab und halten den Reis warm. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich diese Geräte einfach reinigen lassen und das lästige Abwaschen angebrannter Töpfe entfällt.
Wie viel Reis berechne ich pro Person?
Reis kommt sowohl als Beilage für Hauptgerichte auf den Teller als auch als Einlage in die Suppe oder als eigentliches Hauptgericht, zum Beispiel in Aufläufen. Für eine Beilage werden pro Person ca. 80 g kalkuliert, als Suppeneinlage nur rund 30 g. Ist Reis als Hauptgericht vorgesehen, braucht es sogar 100 g der Zutat. Dies sind aber nur Richtwerte - gute Esser schaffen auch gerne mehr.
Wie kann man den Reis würzen?
Beim Reis kochen sollte auf jeden Fall Salz zum Wasser gegeben werden. Bei losem Reis oder Kochbeutelreis kann man dem Kochwasser auch etwas Brühe, 1 bis 2 Lorbeerblätter, Gewürznelken, Zwiebeln und Knoblauch zufügen. Es kommt ganz darauf an, wie der Reis weiterverwendet wird. Wird der Reis als Beilage serviert, kann man ihn auch mit Safran würzen. Das ergibt eine schöne gelbe Farbe.
Tipps gegen Verkleben und Verflüchtigung von Aroma
Ein Traum für viele Köche ist körniger Reis ohne Klumpen. Das Geheimnis: Nicht rühren! (Ausnahme: Risotto, das braucht ständiges Rühren.) Wer mit der Quellmethode bei geschlossenem Deckel arbeitet, bekommt automatisch körnigen Reis. Ein Tropfen Butter oder Öl im Kochwasser reduziert ebenfalls das Verkleben. Nach dem Kochen den Reis mit einer Gabel auflockern, nicht mit einem Löffel umrühren.
Beim Aufwärmen von Reis gilt: Reis nie direkt in der Pfanne erhitzen, sondern erst in den Dampfgarer, die Mikrowelle oder mit etwas Wasser bzw. Brühe in einen feuchten Behälter geben. So bleibt der Reis locker und wird nicht hart. Reste sollten im Kühlschrank gelagert und innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden. Aufgewärmter Reis ist ideal für Reispfannen oder Fried Rice.
Reis schön anrichten
Ist der Reis gekocht und gewürzt, gibt man ihn als Beilage auf den Teller. Damit der Reis auch richtig schön angerichtet wird, gibt es spezielle Reisformen. Es genügt aber auch eine Tasse. Die Form sollte kalt sein und etwas eingefettet werden. Dann den Reis mit dem Löffel hineinfüllen und etwas andrücken. Nun die Form auf den Teller stürzen und langsam nach oben ziehen.
Reis zu kochen ist auch für Anfänger simpel und ohne großen Aufwand möglich. Da sich Reis sehr gut für die Vorratshaltung eignet, ist er meist im Haushalt vorhanden und kann jederzeit kurzerhand in ein leckeres und nahrhaftes Mahl verwandelt werden.
Praktische Tipps zur Reiszubereitung im Alltag
Viele erfahrene Hobbyköche kochen Reis gleich für mehrere Mahlzeiten und lagern den Rest im Kühlschrank. Das spart Zeit und der Reis ist immer zur Hand. Reis hat einen hohen Stärkegehalt und ist daher sehr sättigend. Eine Portion als Beilage liegt bei etwa 80 bis 100 Gramm pro Person (ungekocht).
Wer unter Stress kocht, empfindet den Reiskocher als Segen: Einfach Wasser und Reis hinein, Knopf drücken - fertig! Die automatische Abschaltung verhindert das Anbrennen und viele Reiskocher halten den Reis noch stundenlang warm.
Gefriergetrocknete Reis-Instant-Produkte sind praktisch für schnelle Mahlzeiten, können aber geschmacklich nicht mit frisch gekochtem Reis konkurrieren. Wer Zeit hat, sollte immer frisch kochen. Reis ist zudem universell einsetzbar: als Beilage zu Fisch und Fleisch, als Suppeneinlage, als Hauptgericht in diversen Pfannen oder als Süßspeise (Milchreis, Reisauflauf).


