So verteilen sich die Ausgaben für Lebensmittel und Getränke
Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat im Juni 2026 neue Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 veröffentlicht. Demnach gaben private Haushalte in Deutschland im Schnitt 335 Euro monatlich für Nahrungsmittel aus. Die Erhebung erfasst alle Haushaltstypen — vom Single-Haushalt bis zur Großfamilie, von niedrigen bis hohen Einkommen.
Den größten Einzelposten bilden mit 22 Prozent Fleisch und Wurst sowie Fisch und Meeresfrüchte. Auf Brot, Reis, Nudeln und andere Getreideerzeugnisse entfallen 17 Prozent, genauso viel wie auf Milch, Molkereiprodukte und Eier. Gemüse und Kartoffeln schlagen mit 14 Prozent zu Buche, Obst und Nüsse mit 9 Prozent. Für Zucker und Süßwaren wenden die Haushalte im Schnitt 8 Prozent auf.
Wer beim Einkauf sparen möchte, kann mit der richtigen Lebensmittellagerung dafür sorgen, dass weniger Vorräte verderben und im Müll landen.
Zusätzlich 75 Euro für Getränke
Neben dem Lebensmitteleinkauf flossen monatlich rund 75 Euro in Getränke. Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent, gut 40 Euro) ging an alkoholfreie Getränke, die restlichen 45 Prozent (knapp 35 Euro) an alkoholische.
Erfrischungsgetränke und Mineralwasser machten mit 24 Prozent den größten Batzen aus. Dahinter liegen Wein und weinhaltige Getränke mit 20 Prozent, gefolgt von Kaffee und Tee mit 19 Prozent. Bier kam auf 16 Prozent der Getränkeausgaben.
Was die Zahlen bedeuten
Die EVS findet alle fünf Jahre statt und ist die größte freiwillige Haushaltserhebung der amtlichen Statistik in Deutschland. 2023 nahmen knapp 10.000 Haushalte teil, die jeweils 14 Tage lang ihre Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren notierten. Ausgaben in Restaurants, Kantinen und Cafés sind in den Zahlen nicht enthalten.
2023 wurde die Methodik überarbeitet: Die Teilnehmer konnten ihre Angaben erstmals über eine App erfassen, was laut Destatis zu einer genaueren Zuordnung einzelner Ausgabenposten geführt hat. Gleichzeitig schränkt das die Vergleichbarkeit mit früheren Erhebungen ein.
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung Nr. 204 vom 16. Juni 2026