Rezepte zum Marmorkuchen backen
Die Grundlage der Rezepte zum Marmorkuchen backen ist immer ein marmorierter Rührteig – aber mit unterschiedlichen Zutaten entstehen ganz verschiedene Kuchen.
Unsere Marmorkuchen Rezepte




Was ist ein Marmorkuchen?
Der Marmorkuchen ist ein Rührkuchen und hat seinen Namen, weil er zweifarbig ist: hell durch den Teig und dunkel durch die Zugabe von Kakao oder Schokolade. Es gibt natürlich auch beim Marmorkuchen einige Varianten. So kann man ihn zum Beispiel in einer Napfkuchenform, Kranzform oder Kastenform backen. Man kann ihn mit Sahne, Eierlikör oder Kirschen verfeinern. Es gibt auch Rezepte ohne Ei und ohne Butter.
Viele verwechseln den Marmorkuchen auch mit dem Guglhupf. Aber das sind zwei ganz unterschiedliche Kuchen! Denn der Guglhupf besteht aus einem Hefeteig mit Rosinen und wird meist in einer Kranzform gebacken. In einigen Regionen wird der Guglhupf allerdings auch mit etwas Kakao durchzogen und sieht dann wie ein Marmorkuchen aus. Dadurch ist wahrscheinlich diese Verwechslung entstanden.
Unsere Tipps zum Marmorkuchen backen
Sie möchten einen Marmorkuchen mit Schokolade backen? Um die Schokolade zu raspeln, sollten Sie eine Reibe mit großen Löchern verwenden. Legen Sie die Schokolade vor dem Reiben eine Stunde ins Gefrierfach. Dann reibt sie sich leichter. Halten Sie nicht die ganze Tafel in der Hand, sondern lieber nur ein Stück. Denn je länger Sie die Schokolade in der Hand haben, umso eher schmilzt diese.
Verwenden Sie dagegen Kakao (hier empfiehlt sich Backkakao), können Sie diesen mit 1-2 EL Öl verrühren, damit er geschmeidiger wird. Wer es süßer mag, kann auch einen Teil des Kakaos durch Nougatcreme ersetzen. Der Vorteil von Backkakao liegt darin, dass er kräftiger schmeckt und sich leichter auflöst. So erreichen Sie ein gleichmäßiges Farbbild in Ihrem Marmorkuchen.
Damit der Teig schön locker wird, geben Sie etwas Kirschwasser dazu. Der Marmorkuchen bekommt ein ganz besonderes Aroma, wenn Sie den Kakao mit kaltem Kaffee verrühren. Dies verstärkt das Schokoladen- oder Kakaoaroma erheblich. Manche Hobbybäcker nutzen auch einen Schuss Rum oder Amaretto für mehr Finesse.
Lassen Sie den fertig gebackenen Kuchen ca. 5-10 Minuten auskühlen und stürzen ihn dann auf ein Kuchengitter. Wichtig ist auch, dass Sie eine gute Kuchenform verwenden und diese ordentlich einfetten. Dann kommt der Kuchen fast von alleine aus der Form. Für die Optik des Marmorkuchens ist entscheidend, dass der Teig beim Durchziehen eine gleichmäßige Struktur bekommt. Mit einem feinen Holzstab oder einer Gabel können Sie in Spiral- oder Schlangenbewegungen fahren.
Nach dem Abkühlen können Sie Ihren Marmorkuchen mit Puderzucker bestäuben oder mit einer Glasur überziehen. Dies macht ihn nicht nur appetitlicher, sondern schützt ihn auch vor dem Austrocknen. Ein selbstgebackener Marmorkuchen bleibt mehrere Tage frisch, wenn er luftdicht verpackt ist. Eine einfache Zuckerglasur besteht nur aus Puderzucker und wenig Milch oder Zitronensaft – in feinen Fäden über den ausgekühlten Kuchen gezogen, ergibt das ein elegantes und modernes Aussehen.
Butter oder Margarine in Rührteigen – welche ist die bessere Wahl? Viele Bäcker bevorzugen Butter, da sie mehr Geschmack hat und ein feineres Aroma verleiht. Margarine hingegen ist geschmacklich neutraler und ergibt manchmal einen etwas helleren Kuchen. Für den klassischen Marmorkuchen ist Butter deutlich zu bevorzugen, da sie einen Geschmack liefert, der sich gut von der Schokolade abhebt. Bei sehr heißem Wetter kann man aber auch eine Mischung verwenden – etwas Margarine stabilisiert den Teig zusätzlich.
Ein häufiger Fehler beim Marmorkuchen ist ein eingefallener oder ungleichmäßig aufgegangener Kuchen. Dies geschieht meist, wenn die Backofentemperatur zu hoch gewählt wird oder wenn die Form nicht ausreichend gefettet wurde. Auch zu kurzes Rühren vor dem Durchziehen kann dazu führen, dass der Teig zu wenig Volumen hat. Der ideale Teig sollte schaumig und hell sein, bevor man die Kakaopartien unter einen Teil davon mengt.
Marmorkuchen kann man auch wunderbar einfrieren – nach dem kompletten Abkühlen in Frischhaltefolie einwickeln und bis zu zwei Monate eingefroren lagern. Zum Auftauen einfach auf der Arbeitsfläche stehen lassen. Dies ist praktisch für spontane Besuche oder wenn man vorausplanen möchte. Ein aufgetauter Marmorkuchen schmeckt genauso gut wie frisch gebacken.
Die richtige Formwahl ist ebenfalls wichtig. Eine Gugelhupfform mit ihrem Loch in der Mitte ist klassisch und elegant, verteilt die Wärme aber anders als eine Kastenform. Die Backzeit muss man an die Größe der Form anpassen: Flachere Formen backen schneller, tiefere brauchen länger. Eine Stäbchenprobe ist daher unbedingt notwendig – lieber kurz vor Ende der angegebenen Zeit testen, damit der Kuchen innen nicht roh bleibt.

