So is(s)t Deutschland: Ernährungsstudie von Nestlé

Ernährungsgewohnheiten haben sich geändert

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Symbolbild: © niroworld

In der vergangenen Woche hat der Konzern Nestlé seine große Ernährungsstudie „So is(s)t Deutschland 2019“ vorgestellt. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Die Ernährungsgewohnheiten haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Der Trend geht eindeutig zur Nahrungsaufnahme außer Haus. Dabei zeigt sich die Spaltung der Gesellschaft in arm und reich auch auf dem Teller.

Mittagessen verliert an Bedeutung

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat die repräsentative Studie im Auftrag von Nestlé erstellt und 1.636 Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 84 Jahren befragt. Die letzte ähnliche Studie wurde vor zehn Jahren herausgegeben. Seitdem haben sich die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen deutlich geändert. Das gemeinsame Mittagessen mit der ganzen Familie findet in immer weniger Haushalten statt. Die Ernährungskultur wird immer heterogener, die Verbraucher passen ihre Ernährung verstärkt an ihre individuelle Lebenssituation an. Dazu trägt der Studie zufolge auch die steigende Erwerbsquote von Frauen bei.

Zuhause wird weniger gekocht, das Mittagessen gibt es oft außer Haus. Galt das Mittagessen vor zehn Jahren noch 47 Prozent der Befragten als wichtigste Mahlzeit des Tages, denken so heute nur noch 39 Prozent. 38 Prozent essen ihre Hauptmahlzeit lieber am Abend. Auf eine warme Mahlzeit legen nur 45 Prozent der Befragten wert. Vor zehn Jahren waren es noch 55 Prozent.

Deutliche Unterschiede zwischen den Einkommensschichten

Gestiegen ist der Wunsch nach einer gesunden Ernährung, von 52 auf 55 Prozent. Gerade bei der gesunden Ernährung zeigen sich allerdings auch die großen Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. Die Oberschicht gilt als Treiber von Ernährungstrends. Saisonale, regionale und möglichst naturbelassene Lebensmittel kommen vor allem bei Menschen mit höherem Einkommen auf den Tisch. 72 Prozent der Befragten aus der vermögenden Schicht betonten, dass sie sich gesund ernähren würden. Unter den Befragten mit geringerem Einkommen waren es nur 39 Prozent. Der Wunsch nach gesunder Ernährung ist dabei in allen Schichten gegeben, es fehlt allerdings am Einkommen, um diesen Wunsch umzusetzen. Befragte aus allen sozialen Schichten achten vermehrt darauf, Zucker, Fett und Salz zu reduzieren und auf Plastikverpackungen zu verzichten.

Nestlé leitet aus der Studie folgende Schlussfolgerungen ab: Deutsche Verbraucher möchten sich gerne einfach und bequem, aber dennoch gesund und nachhaltig ernähren. An diese Bedürfnisse möchte der Konzern seine eigenen Produkte anpassen. Die komplette Auswertung der Studie finden Sie hier: https://www.nestle.de/ernaehrungsstudie

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