Lebensmittel-Ampel: Verbraucher bevorzugen Nutri-Score

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Symbolbild: © niroworld

Wie sieht die ideale Lebensmittel-Ampel aus? Die aus Frankreich stammende Nutri-Score Kennzeichnung setzt auf Farben von Dunkelgrün bis Rot. Der von der deutschen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgeschlagene „Wegweiser Ernährung“ dagegen ist in Blau und Weiß gehalten und führt den tatsächlichen Gramm-Gehalt der Inhaltsstoffe sowie den Kaloriengehalt auf. Welches System finden die Verbraucher verständlicher? Das hat das Forsa-Institut im Auftrag mehrerer medizinisch-wissenschaftlicher Institutionen ermittelt. Klarer Sieger ist der Nutri-Score.

69 Prozent bevorzugen den Nutri-Score

Das Meinungsforschungsinstitut hat 1003 Bundesbürger ab 18 Jahren zu den Ernährungs-Siegeln befragt. Die große Mehrheit spricht sich für die Nutri-Score Kennzeichnung aus. Zwischen 87 und 90 Prozent der Befragten geben an, dass die farbige Kennzeichnung auffallend ist, eine sinnvolle Farbgebung hat und die Aussage schnell erfasst werden kann. Insgesamt geben 69 Prozent der Befragten der Nutri-Score Kennzeichnung den Vorzug.

Nur 25 Prozent der Befragten bevorzugen den vom Max-Rubner-Institut für das Bundeslandwirtschaftsministerium entwickelten „Wegweiser Ernährung“. Jeweils zwischen zwei und fünf Prozent sprechen diesem System die Eigenschaften „auffallend“, „sinnvolle Farbgebung“ und „schnell erfassbar“ zu. Zwar liefert der „Wegweiser Ernährung“ mehr Informationen, diese sind aber ohnehin bereits auf den Lebensmittelverpackungen aufgeführt. Rund 60 bis 65 Prozent der Verbraucher empfinden die Kennzeichnung als verwirrend.

Eindeutige und leicht verständliche Kennzeichnung gewünscht

Menschen mit formal geringem Bildungsgrad und Befragte mit hohem Übergewicht halten das Nutri-Score System für besonders hilfreich. Zwischen 80 und 90 Prozent dieser Personengruppen sprechen sich für die Gelb-Rot-Grüne Lebensmittel-Ampel aus.

Die Umfrage wollte auch wissen, welche Eigenschaften den Verbrauchern bei einer Lebensmittel-Ampel generell wichtig sind. Demnach müssen die Kennzeichnungen vor allem eindeutig sein (72 Prozent), leicht verständlich (70 Prozent) und unkompliziert (61 Prozent).
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