Reichlich Zucker: foodwatch untersucht 110 Frühstücksflocken und Joghurts für Kinder

Kinderlebensmittel im Test

Frühstücksflocken, Joghurt und Obst
Symbolbild: © fabiomax

Ein ausgewogenes Frühstück ist ein gesunder Start in den Tag. Kinder lieben vor allem Frühstücksflocken. Bunte Motive auf den Packungen und ein süßer Geschmack sprechen die Kleinen an. Die Werbung verspricht einen hohen Gehalt an Vitaminen und anderen wichtigen Nährstoffen. Auch Joghurts speziell für Kinder sollen gesundes Calcium und weitere Mineralstoffe liefern. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat nun alle verfügbaren Frühstücksflocken und Joghurts für Kinder der sechs großen Einzelhandelsketten in Deutschland untersucht. Insgesamt standen 110 Produkte von Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Real und Rewe auf dem Prüfstand. Das Ergebnis: Fast alle Produkte enthalten reichlich Zucker und sind für eine gesunde Kinderernährung nicht geeignet.

Zu viel Zucker in Flocken und Joghurts

32 Joghurts und 78 Frühstücksflocken haben sich die Tester angesehen. Am meisten Zucker enthalten die Frühstücksflocken „Kellogg’s Frosties“. Sie kommen auf 37 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Es folgen der „TiP Crunchy Mix“ mit 35 Gramm und „Kellogg’s Smacks“ mit 34 Gramm. Den geringsten Zuckergehalt weisen die „Rebelicious Schoko Dinger“ von Helden Snacks auf, mit 12,9 Gramm auf 100 Gramm. Damit entsprechen sie den Empfehlungen, welche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ausgewogene Kinderlebensmittel ausspricht. Das gilt auch für die „Zauberfleks Schoko“ von Kölln und die „Rebelicious Bunte Kringel“ von Helden Snacks mit ebenfalls weniger als 15 Gramm Zucker auf 100 Gramm. Insgesamt enthalten 70 der 78 getesteten Flocken zu viel Zucker, um gemäß WHO-Empfehlungen als Kinderlebensmittel beworben zu werden.

Der zuckrigste Joghurt im Test kommt von Danone. Der „Mars Mix mit Karamellsauce“ bringt es auf 20 Prozent Zucker. Der „Biene Maja Himbeere Joghurt“ weist mit 10,7 Prozent den geringsten Zuckergehalt auf, überschreitet aber immer noch die Empfehlung der WHO. Das gilt für alle Joghurts, die foodwatch für die Marktstudie untersucht hat.

foodwatch: Freiwillige Zuckerreduktion der Hersteller reicht nicht aus

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat sich mit den Herstellern darauf geeignet, dass diese bis 2025 freiwillig den Zuckergehalt in Kinder-Lebensmitteln reduzieren. Der Zuckergehalt in Frühstücksflocken soll um durchschnittlich 20 Prozent sinken, Kinder-Joghurts sollen bis zu zehn Prozent weniger Zucker enthalten. foodwatch zufolge reicht das aber noch nicht aus. Selbst nach der Änderung würden die meisten untersuchten Produkte immer noch die von der WHO empfohlene Zuckermenge überschreiten.
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